Vielleicht habt ihr es erahnt – nachdem ich nach einer ziemlich schlaflosen, zweiten Nacht um 4:19 Uhr in Bamberg angekommen war, stieg ich von dort in die RE20 und mein zweiter Reisetag begann.
Den Sonnenaufgang genoss ich noch im RE20 auf dem Weg nach Würzburg – und um 5:50 Uhr kam ich dort mit zwei Minuten Verspätung an.
Zu einer Zeit, zu der ich normalerweise zuhause noch im Tiefschlaf liege – war ich nun schon zum zweiten Tag draußen unterwegs.
Würzburg am Morgen – ein Wunsch, das ich mir schon seit Jahren erfüllen wollte und was diesmal endlich geklappt hat. Fotografieren wollte ich natürlich die alten Düwags, die vor allem im morgendlichen Schülerverkehr verkehren.
Unter anderem etliche Beiträge von diesem Forum, wo wundervolle Bilder gezeigt wurden, haben mich sehr dazu motiviert, auch selber mal um die Uhrzeit im von Krefeld doch recht fernen Würzburg fotografieren zu wollen – und da es nicht einmal einen Nachtzug von Duisburg nach Würzburg gibt, gelang es mir erst diesmal.
Nach mittlerweile über 24 Stunden unterwegs sein und Schlafen – musste ich aber auch unbedingt einmal meine Zähne putzen. Schnell eilte ich im Würzburger Hauptbahnhof zur Toilette, um dort eben Zähne zu putzen und mein Gesicht zu waschen – auf der Zugtoilette wäre mir das zu ekelhaft gewesen. Und dann um 6:10 Uhr, lief ich aus dem Betriebshof heraus und machte mich auf dem Weg für die ersten Fotos.
An der Haltestelle Sieboldsmuseum erblickte ich als Erstes den GTW 246 ganz in der Ferne. Die noch tiefe Morgensonne strahlte aber bereits so schön, dass ich ihn aus dieser Ferne aufnahm. Irgendwie hat dieses Bild etwas.

Ein näheres Bild von ihm entstand dann an der Haltestelle Hartmannstraße.

Der absolute Lieblinsgwagen, den ich aber unbedingt fotografieren wollte, war der GTW 244. Bei meinen letzten Besuchen in Würzburg in den Jahren 2017 und 2021 habe ich ihn nicht antreffen können, 2016 trug er noch die Vodafone-Vollwerbung.
Doch seit diese ca. 2020/21 entfernt worden ist, verkehrt er als einziger GTW im originalen Lack der Würzburger Stadtfarben (gelb-rot). Für die beste Aufnahme erwartete ich ihn kurz nach dem Verlassen der Endhaltestelle Bürgerbräu.

Noch einmal zurück zur Hartmannstraße, nachdem sich erwies, dass an der Haltestelle Wörthstraße die Sonne um 7:15 Uhr morgens noch nicht rumgekommen war.
Dementsprechend wurde hier nun der dritte Kurs erwartet, welcher mit TW 243 besetzt war.

Den Zwischenkurs der 2 fotografierte ich ein paar Meter weiter, ehe ich mit diesem in Richtung Stadt zurückfuhr.

Den vierten und letzten Kurs mit GT8 erwartete ich dann an der Kurve Congress-Centrum / Ulmer Hof. Hier biegt der GTW 245 in die Straße hinein.

Mit einem Denkmal, welches unmittelbar vor der Haltestelle Juliuspromenade befindet, wurde der GT-N 259 aufgenommen.

Auf den fünften Kurs der 4 wartete ich nicht, da mir bekannt war, dass auf diesem kein Düwag bzw. kein Hochflurwagen fährt. Stattdessen fuhr ich nun in Richtung Grombühl und bereitete mich vor, da den fünften Düwag aufzunehmen – regulär sind immer vier GTW-D8 auf der 4 sowie einer auf der 1 unterwegs – lässt sich an den Liniennummern übrigens gut merken (4 auf der 4, 1 auf der 1 ;))
Ehe ich den Düwag erwartete, fuhr ich schon einen Kurs zuvor um die Fotostellen zu testen. An der Senefelderstraße bot es sich lichttechnisch recht gut an und so wurde der GT-N 268 mit der Werbung für WM schon einmal aufgenommen.

Es hätte nur noch 236 oder 238 sein können – schließlich hat die WVV nur noch sechs einsatzbereite GTW-D8, von denen vier bereits gesehen wurden und nun ein Fünfter erwartet wurde.
Und es war der 238 – der, der kürzlich noch eine ziemlich schöne Werbung für Bürgerbräu erhalten hat. Von vorne ist es ein knallroter Wagen, der gerade die Straße in Richtung Uni-Klinikum hochfährt.

und einmal an der Haltestelle selbst.
Wunderschön wäre aber natürlich gewesen, wäre er genau auf dem Kurs unterwegs gewesen, auf dem der 244 war!

Zurück zur Juliuspromenade, wo mir spontan der GT-N 269 entgegen kam:

Ich begab mich wieder zur Linie 4, fuhr jedoch nicht mehr weit heraus. Auf der Friedensbrücke konnte ein Nachschuss von dem hübschen Wagen 244 gemacht werden, das Foto von vorne war zu sehr im Gegenlicht.

Anschließend versuchte ich noch ein paar Fotostellen in Richtung Betriebshof in Zellerau, aber überall stand die Sonne noch nicht hoch genug bzw. war nicht „rumgekommen“.
Für ein weiteres Foto verpasste ich den Wagen 246, 244 konnte aber gerade noch so an der Neubaustraße erneut aufgenommen werden – auch wenn im Schatten:

und auch der 243 musste in der Fußgängerzone zwischen Rathaus und Juliuspromenade im Schatten aufgenommen werden.

Und zum Abschluss wurde dann noch der 238, der auf der 1 fuhr und gerade von seiner dritten Runde Grombühl zurückkam, an der Juliuspromenade diesmal recht seitlich fotografiert – und so wurde die Werbung auch noch einmal gut ersichtlich dokumentiert.

Das war’s auch schon von Würzburg – die Uhr schlug 9:30 Uhr, die Zeit ging schnell um; und nach 3 1/2 Stunden musste ich nun in die nächste Stadt weiterziehen.
Es stand noch ein volles Programm vor mir, ehe ich gegen 23:45 Uhr zu Hause ankommen sollte. Dazu aber demnächst mehr 😉