Exakt 5 Jahre nach meinem ersten Herbstimpressionen-Beitrag (2017) wird es doch wieder einmal Zeit für ein paar weitere Herbstimpressionen. Zumal mir die Bilder von damals auch nicht mehr wirklich gefallen, außer, dass ein paar Fahrzeuge drauf sind, die heute leider nicht mehr existent sind! Und zwar hatte ich auch am 5.10. schon Bilder unter dem Titel „goldener Herbst“ hochgeladen, aber im Gegensatz zu heute, ist da doch gar kein Gold! Von daher…
Das stimmungsvollste und wohl ästhetisch schönste Bild kommt diesmal direkt zu Beginn.
An der Uerdinger Straße, auf Höhe des Sollbrüggenparks kurz hinter der Haltestelle Sollbrüggenstraße, reihen sich die bunten Farben – grün, gelb, grün, gelb, nochmals grün und rot – dicht an dicht hintereinander. Und die etwa vor vier Jahren neu gepflanzten Bäume auf der anderen Straßenseite, weisen auch eine interessante Zweifarbigkeit aus – dort, wo sie von der Sonne angestrahlt werden, nämlich auf der südlichen Seite, sind die Blätter schon gelb – auf der anderen Seite hingegen noch grün.
Eine interessante Kulisse also findet man dort. Am Dienstag, 18.10.2022 befand sich M8C 842 im Liniendienst auf der SL 042 und konnte dort aufgenommen werden.

Mehr oder minder ähnlich sieht es auf dem folgenden Streckenabschnitt der SL 042/043 bis zur Haltestelle Grotenburg/Zoo aus. Kurz vor der Haltestelle Sonnenhof, wurde FOC 618 aufgenommen (18.10.22):

Anschließend tastete ich mich an die Strecke der SL 044 an und versuchte ein neues Fotomotiv, das ich entdeckte. Nachdem im vergangenen Jahr die Hafengleise entfernt wurden und die Böschung gefällt wurde, kann man nun hinter der Gesamtschule Oppum, quasi auf der Einfahrt des Lehrerparkplatzes, die Bahnen der SL 044 in Fahrtrichtung Hüls nachmittags gegen 15 Uhr bei schönem Sonnenlicht fotografieren.
FOC 608, der seit Juli eine neue Version der SWK-Eigenwerbung trägt, konnte dort schön aufgenommen werden. Ganz so bunt war es aber hier nicht wie auf der Uerdinger Straße.

Hingegen sind die Motive an der Radpromenade durch den Zaun schwieriger geworden. Eins schaffte ich doch noch, mit FOC 660 – aber so wirklich schön zum Fotografieren ist die Szene dort leider nicht mehr.

Ein Sprung zum 21. Oktober, testete ich an diesem bewölkten Freitag nochmals das Motiv am Sandberg aus – und erwartete diesmal auch ein M8C. Bei diesem tristen Wetter sah das Motiv aber auch gar nicht mehr so schön aus, wie noch drei Tage zuvor bei bestem Sonnenschein.

Mit dem Fahrrad holte ich den 850 kurz vor dem Hauptbahnhof noch einmal ein. Die Haltestelle Voltastraße verlassen, wurde er daher noch ein weiteres Mal von mir aufgenommen.
850 ist momentan auch ein großes Objekt der Begierde – schließlich ist er nun mittlerweile der einzige und letzte Wagen in dem alten Lack der StadtLinie. Die Wagen 838, 842 und 845 sind ohne den roten Streifen unten im Einsatz.
Wobei mir beim 850 auch wirklich nicht gefällt, dass da vorne beim oberen roten Streifen der unteren zwei Streifen eine kleine Lacklücke ist, die vor allem bei dem oberen Bild gut zu sehen ist.
Seit zwei Jahren fährt der so rum, würde man doch einmal bitte den roten Streifen durchziehen, sähe er 100 mal schöner aus…

Auf dem Rückweg traf ich am Sprödentalplatz dann erneut M8C 842 im Einsatz auf der 042.

Und dann gelang mir noch ein Mitzieher-Foto – ob ich jemals ein besseres Mitzieher-Bild gemacht habe? Es ist schon ein ziemlich erfolgreiches Bild.

Der Herbstlaub auf der Uerdinger Str. ist interessant anzusehen – da teilweise auf einer Seite die Bäume noch ganz viele bunte Blätter haben, auf der anderen Seite ganz kahl sind – wie hier an der Kaiserstraße.

Etwas sonniger war es dann wieder am heutigen Donnerstag, den 27. Oktober 2022.
Heute startete ich nach einem Arzttermin am Hauptbahnhof – mit den B-Wagen 4217 und 4287 der Rheinbahn.
Lange wird es hier nicht mehr so aussehen; wenn ab nächstes Jahr die Haltestelle Hauptbahnhof umgebaut wird, sollen die B-Wagen künftig an einem Hochflur-Mittelbahnsteig halten, die Niederflurbahnen der SL 044 hingegen an den Niederflur-Seitenbahnsteigen – eine Lösung so wie in Düsseldorf-Südpark. Momentan müssen die Fahrgäste der U76 noch vom schmalen Niederflurbahnsteig – sogar noch mit Schachbrettmuster – ein- und aussteigen.

Ein Sonderzug verkehrte in Form des Solo-B80 4250 – der immer noch mit der Jubiläumswerbung für 125 Jahre Rheinbahn verkehrt, während das 126. Jahr bald auch schon fast zu Ende geht.
Aber es ist sicherlich eine gelungene Werbung, weswegen ich darüber sogar ganz froh bin. An der Rheinstraße entstand, zusammen mit einer weiteren B80-Doppeltraktion dann ein Bild mit drei B-Wagen und einem M-Wagen:

Als die eine Doppeltraktion weg war, konnte der 4250 auch mal etwas näher und schöner fotografiert werden. Der Rasen zwischen den Gleisen ist mittlerweile echt hoch gewachsen.

Mit 4267+4221 fuhr die nächste Doppeltraktion ein – und da verkehrte noch FOC 603 ins Bild:

Und dann gelang noch so ein schönes Bild, mit M8C 838 als Linie 043 nach Krefeld-Uerdingen, ein Bild mit drei DUEWAG-Köpfen.

Noch einmal zurück zum Hauptbahnhof, erwartete ich dort den M8C 842, der auch heute schon wieder auf der Linie 042 verkehrte.

Da der Fahrgastwechsel am Hauptbahnhof immer recht lange dauert, machte ich mich schon einmal mit dem Fahrrad auf dem Weg zu einer weiteren Fotogelegenheit.
Kurz hinter der Eisenbahnbrücke fand ich dann auch eines:


Eine sehr stimmungsvolle Impression entstand mit dem FOC 667 und einem Solaris-Gelenkbus an der Haltestelle Martinstraße.

Tatsächlich verkehrten am heutigen Donnerstag gleich zwei M8C auf der 042 – 842 und direkt auf dem Kurs dahinter 850, was gleich auch noch zu ganz interessanten Aufnahmen geführt hat.
Um 842 und 850 eventuell bei der Begegnung auf einen Bild zu passen, wartete ich kurz vor der Haltestelle Oberschlesienstraße ab – da kam der 850 ein wenig zu früh (oder eher: der 842 etwas zu spät), aber dafür habe ich nun eine schöne Aufnahme von 850.

Schon kurz danach kam aber 842, sodass ich mich dann wieder zurück in Richtung Elfrath machte, um eventuell die nächste Begegnung in Elfrath abzupassen.
Die Gladbacher Straße entlang spielten 842 und ich fast schon so ein Katz- und Maus-Rennen … auf freier Strecke überholte der 842 mich, und während er an den Haltestellen den Fahrgastwechsel durchführte, überholte ich ihn wieder mit dem Fahrrad. So wirklich schnell ist die Bahn hier mit den ganzen Haltestellen und Ampeln nicht, sodass es mit dem Fahrrad genauso schnell geht.
Am Hauptbahnhof angekommen, stand 845 im Wendegleis – den wir gerade noch im Einsatz auf der 044 gesehen hatten. Scheinbar hat er wohl – zumindest heute – seinen Geist aufgegeben. Recht oft müssen die M8C ausgewechselt werden und schaffen es nicht ganz durch bis in den Abend, oder haben mit Türstörungen zu kämpfen – das erinnert mich alles bisschen an die Essener 1400er. Wobei ich das natürlich nicht abschätzen kann.

Und dann passierte das eigentlich Undenkbare:
Ich holte mir einen Döner am Hauptbahnhof (oder eher: ein Falafel-Döner, der aber wirklich gut geschmeckt hat), für den ich rund zehn Minuten gewartet habe, fuhr dann – während ich gegessen habe, also wirklich ziemlich entspannt – Richtung Bockum und an der Moltkestraße, holte ich nicht nur eine 043 ein, sondern auch den vorhin zuletzt am Hbf fotografierten 842, der davor vor sich hintuckelte! Am Hauptbahnhof ist er planmäßig um 14:06 angekommen, mittlerweile waren 22 weitere Minuten vergangen, und er hat in dieser Zeit nur die Haltestellen Dreikönigenstraße, Rheinstraße, Philadelphiastraße und Viktoriastraße bedient? Innerhalb 22 Minuten schaffte er es damit, eine Verspätung von +14 Minuten aufzusammeln. Am Sprödentalplatz stand er dann noch einmal zwei Minuten stehen, sodass ich ihn sogar überholte und ein Foto schaffte. Dann war der Grund auch klar: Eine Türstörung an der vorletzten Tür.

Eine Türstörung nicht nur zum Leidwesen der Fahrerin und der Fahrgäste von 842, sondern auch der dahinterfolgenden 043, der darauffolgenden 042 und auch fast schon der nochmals darauffolgenden 043.
Am Bockumer Platz hatte der 842 schon eine Verspätung von +18 Minuten drin und ich war ihm mit dem Fahrrad immer noch eine Minute im Voraus – und das, obwohl ich weiterhin sehr entspannt gefahren bin.

Tatsächlich fuhr ich dann mit dem Fahrrad bis kurz vor der Haltestelle Neukirchener Straße, positionierte mich für ein Video, und erst dann kamen auch die M8C 842 und 850 – hintereinander.
Während der 842 an der Endstelle Elfrather Mühle wendete, wartete der 850 kurz vor der Endstelle – sodass er hier nochmals fotografiert werden konnte.
Ihm begegnet Bus 5401 im Einsatz auf der 058 – eigentlich eine interessante Begegnung: Die Bahn mit der höchsten Nummer der SWK begegnet dem Bus mit der niedrigsten Nummer der SWK.
Übrigens: der 850 sieht von dieser Seite weitaus schöner aus – seine Schokoladenseite 😉

Und da hat das Problemchen Wagen 842 die Wende zumindest erfolgreich geschafft.

Die Störung ging aber auch auf der Rückfahrt weiter! Nachdem ich dem 842 hinterher fuhr, und der hier eigentlich auf der Strecke mit eigenem Gleiskörper Bahn frei bis zu 50 km/h fahren darf, holte ich ihn an der Werner-Voß-Straße schon wieder ein: Da war die Fahrerin wieder nicht am Fahrerpult, sondern hinten irgendwo was an der Tür machen. Jedes Mal, wenn an einer Haltestelle gehalten wurde, musste die Fahrerin wohl nach hinten zur Tür.
Wobei ich es bis jetzt nicht begreife: Normalerweise, wenn eine defekte Tür ist, wird sie einmal für alle geschlossen – und gut ist. Tatsächlich war auch ein Aufkleber „Türstörung“ von außen gut sichtbar zu sehen an der vorletzten Tür – und trotzdem, musste die Fahrerin immer dorthin. So sehr ich mich über die mehrmaligen Fotochancen von der 842 gefreut habe, tat mir die Fahrerin schon echt leid.

An der nächsten Haltestelle Bockum Friedhof dann nochmal das Selbe. Mittlerweile holte der 850 ihn schon wieder auf – und das Hinterherfahren wie schon von Rheinstraße bis Elfrath begann wieder von vorne.
Wie eine Doppeltraktion, reihten sich 842 und 850 direkt hintereinander an der – noch nicht barrierefrei ausgebauten – Haltestelle Bockum Friedhof.

Zwischen Bockum Friedhof und Badezentrum dann das nächste Foto von 842…

am Badezentrum machte die Fahrerin von der 842 nur noch die erste Tür auf – dann klappte das.
Dementsprechend gabs hier Fotos nur von 850 Solo – dafür unter schönen Herbstfarben –

– und noch ein weiteres Bild kurz hinter der Haltestelle. Da der 842 mit der Türstörung alle Fahrgäste mitnahm, fuhr 850 fast ohne Fahrgäste – da habe ich mich eigentlich auch gefragt, warum man den 842 nicht von Elfrath aus als „Betriebsfahrt“ bis zum Hauptbahnhof durchgeschickt hat um den ganzen Betrieb nicht aufzuhalten – schließlich fährt ja der 850 schon von der Endstelle Elfrath dem 842 direkt hinterher.
Naja, so war es aber für mich als Fotografen interessanter 😉

Das allerbeste dann aber zum Schluss: Ich nahm eine kleine Abkürzung, um die beiden M8C nochmal an der Sollbrüggenstraße zu fotografieren. Vor dem 842 ist dann aber noch eine planmäßige 043 reingefahren. Da hat der 616 aber noch knapp Glück gehabt. Eine Ampelschaltung an der Bockumer Kirche später, hätte er dem 842 auch noch die ganze Zeit hinterhertuckeln müssen…
So entstand an der Haltestelle Sollbrüggenstraße eine seltene Aufnahme mit drei Straßenbahnen – und davon mit zwei M8C. Eben so selten, da im Störungsfall sonst meistens die Bahnen an der Haltestelle Bockumer Platz „warten“ und dementsprechend keine drei Bahnen hier hintereinanderreihen, sondern maximal zwei. Natürlich wär es der größte Hammer gewesen, wenn auf der 043 auch genau auf diesem Kurs noch ein M8 draufgewesen wäre. Aber das ist bei nur vier M8C insgesamt ein wenig zu viel verlangt 😉

Und weil es so schön war – gerade auch mit den prächtigen Farben – noch ein zweites Bild, wo die drei Fahrzeuge noch „näher aneinanderrückten“.

Zumindest hier wurden 842 und 850 dann einmal durch die Ampelschaltung getrennt – drei Bahnen konnte eine Ampelschaltung dann doch nicht durchfahren.

Das war es meinerseits heute 🙂
Liebe Grüße
Ryokan