Ein zweites verkehrsmittelmäßiges Highlight während meines zweiwöchigen Aufenthalts in Japan im April 2025 war die Schwebebahn Chiba Monorail in der Stadt Chiba in der Präfektur Chiba.
Obwohl meine Großeltern in der Präfektur Chiba wohnen, war ich tatsächlich noch nie in der Stadt Chiba selbst, sodass ich die Schwebebahn zum Anlass nahm, auch mal dorthin zu fahren.
Eröffnet wurde das Ganze im Jahr 1988. Seitdem gab es bis 1999 Streckenerweiterungen – und heute besteht das System aus zwei Linien, den Linien 1 und 2.
Die Linie 1 ist dabei deutlich kürzer und verkehrt zwischen Chiba-Minato und Kencho-Mae. Die Linie 2 verkehrt zwischen Chiba-Minato und dem deutlich weit entfernteren Chishirodai. Die Linie 1 fährt im 15-Minuten-Takt; die Linie 2 im 12-Minuten-Takt. Der Abschnitt Chiba-Minato – Chiba Station ist dabei der einzige Abschnitt, der von beiden Linien und damit überlagert im 6- bis 9-Minuten-Takt befahren wird.
Fahrzeugtypen gibt es zwei: Die Baureihe „1000“ und die Baureihe „0“.
Die 1000er Fahrzeuge sind dabei älter und stammen aus den ersten Betriebsjahren von 1988 bis 1999. Die „0er“ Fahrzeuge sind die Neueren, und sind zwischen 2012 und 2021 erbaut worden. Beide befinden sich aber weiterhin noch im Einsatz.
Am Hauptbahnhof (Chiba Station) begegnete mir Wagen 008 – 007. In Japan ist es oft so, dass ein Zug aus zwei Wagen besteht (die aber nicht einzeln verkehren können) und sie dann entsprechend ihre Wagennummern haben, d. h. ein Zug hat zwei Wagennummern – Seite 1 z. B. Wagen 007 und Seite 2 dann Wagen 008.
Bei der dreiteiligen Shonan-Monorail ist es sogar so, dass der Mittelteil auch eine eigene Wagennummer hat – diese aber von außen nirgendwo sichtbar sind, sodass man als Fahrgast nur die beiden äußeren Wagennummern bemerkt (z. B. 5601 – 5201 – 5602).

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Der Innenraum des modernen Triebzuges 008.

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An der Endstation der Linie 1, Kencho-Mae.
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Die andere Seite vom Zug:

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Anders als z. B. in Wuppertal kommt es daher auch zu Weichen, die umgestellt werden müssen. Hier der Abschnitt Station – Sakaecho, wo sich die beiden Linien 1 und 2 voneinander trennen.

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Einmal in die freie Luft fotografiert..

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Eines der älteren Bauserie wollte ich auch einmal fahren. So bekam ich Zug 1025 – 1026:

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Den Unterschied sieht man deutlich, man könnte sogar meinen, die Züge wären älter als 1988-1999.
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An der Endstelle Chiba-Minato begegneten sich zwei dieser Züge.

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Der Fahrplan an der Haltestelle Chiba-Minato. Hier von diesem Bahnsteig fahren die Bahnen der Linie 2 ab, von dem rechts die der Linie 1. Die mit einer 2 beschrifteten Fahrten entsprechen im Prinzip den Kursen der Linie 1, und die Fahrten ohne die 2 im Kreis die der Linie 2.

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Der Abschnitt zwischen Kencho-Mae und Sakaecho gefiel mir hier am meisten. Viel Zeit hatte ich an diesem Tag auch nicht, weil ich nachmittags noch in Tokyo verabredet war.
Doch auf Instagram hatte ich vorher Bilder von diesem Abschnitt gesehen, mit schönen Kirschblüten, sodass ich diese Fotos auch unbedingt machen wollte.
Für Kirschblüten war es leider hier ein paar Tage schon zu spät – doch das Bild gefiel mir hier dennoch sehr gut.

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Der bekannte Zug 007 – 008 fuhr nun noch einmal Richtung Chiba-Minato (Hafen):

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In die Gegenrichtung an dieser schönen Stelle eines der 1000er Wagen:

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Noch ein Zug wurde abgewartet, 008 – 007 kam auf der kurzen Linie 1 eingesetzt auch schon wieder zurück:

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… und zuletzt fotografierte ich von der Station Yoshikawa-Koen den Zug 1033 – 1034, bevor es für mich weiter nach Tokyo ging. Dort entstanden dann aber keine Bahnaufnahmen mehr.

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… und weil es so schön war, möchte ich noch ein Bild von der Eisenbahn nicht vorenthalten. Normalerweise fotografiere ich keine Eisenbahnen, doch die Züge in Tokyo sind für mich auch nochmal was Anderes, weil ich mit ihnen aufgewachsen sind – und haben eh zum Teil auch eher S- und U-Bahn-Charakter als nach Regionalzügen, wobei es die natürlich auch gibt.
Auch diese Stelle hatte ich vorher auf Instagram gesehen. An der Ochanomizu Station, von der Hijiri Bridge, lassen sich Züge von diversen Richtungen auf einem Bild aufnehmen. Oft fahren hier auch mehrere Züge gleichzeitig, was immer eine Aufnahme wert ist und irgendwie auch sehr typisch Tokyo ist.
Bei diesem Bild war das nicht der Fall, doch allein den roten Zug zwischen diesen modernen Hochhäusern – und man beachte auch die traditionelleren, kleineren Häuser unten – zu erwischen war schon irgendwie ein schönes Gefühl.

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