[E] Tram in Schnee und Sonnenschein (25B)

In der Nacht vom Samstag, den 23.01. auf Sonntag, den 24.01.2021 fielen auch hier im Rhein-Ruhrgebiet – erstmals seit langem – mal mehr als 2-3 Zentimeter Schnee. 
Während in Krefeld nur 4 bis 5 Zentimeter fielen, wurden am frühen Morgen des 24. Januars in Essen-Bredeney tatsächlich ganze 17 Zentimeter Schnee gemessen – da musste ich doch eigentlich mal dorthin fahren. 

Am trüben Sonntag, den 24.01 selbst bewegte ich mich aber erstmal nach Wuppertal, da auch dort eine etwa ähnliche Menge an Schnee wie in Essen gefallen ist, die Schwebebahn aber momentan nur an Wochenenden fährt und zugleich andere Straßenbahnbetriebe aufgrund des geringen Takts an einem Sonntag für mich eher uninteressant waren. 
Zwar war ich an dem Abend relativ verzweifelt, ob es überhaupt eine richtige Entscheidung war, nach Wuppertal zu fahren, doch am nächsten Tag stellte ich fest: Ja, das war es auf jeden Fall. 

Denn am Folgetag, den 25.01. schien dafür fast den ganzen Tag über die Sonne – schon etwa ab 10 Uhr morgens bis in den Abend hinein. Während in Krefeld und vergleichsweise niedrig gelegenen Städten von Schnee fast nichts mehr zu sehen war, sollten in Essen-Bredeney immer noch neun Zentimeter Schnee liegen. Ich konnte es mir kaum vorstellen, fuhr aber dort mal hin – nicht zuletzt da ich tatsächlich an diesem Tag auch zufälligerweise keine einzige Videokonferenz (Schule) hatte und da Essen nun wirklich nicht weit weg von Krefeld ist. 

Vom Essen Hauptbahnhof aus mit der Linie 108 also in Richtung Bredeney. Nach vier unterirdischen Haltestellen der „Südstrecke“ fuhr die 108 aus dem Tunnel heraus und tatsächlich konnte ich schon direkt Schnee sichten.
Also stieg ich direkt an der ersten oberirdischen Haltestelle Alfredusbad aus. Während die Autospuren natürlich mittlerweile geräumt waren, fiel mir gleich die ungeräumte kurze Strecke der Straßenbahngleise auf, eine kleine Schneeinsel mitten in der Straße, der nur von der Tram befahren wird. Den nächste Wagen der in Richtung Bredeney kam, knipste ich also auch dort – in die Gegenrichtung stand die Sonne schlecht. Wobei zu diesem Zeitpunkt die Sonne noch nicht wirklich rausgekommen war. 

M8C 1162 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, Alfredusbad. Höhe: 121 m

2) Nachdem ich kurz meinen Panini gegessen hab, lief ich ein wenig in Richtung Florastraße zurück – und der Bürgersteig war mit Glatteis überzogen!
Was für ein Feeling war das, da drüber rutschend zu laufen – das hatte ich echt lange nicht mehr gemacht. 
Dank dessen, dass es mittlerweile schon fast um die 13 Uhr war, fuhren auch schon die ersten Verstärker der Linie 107E. Zu den Spitzenzeiten wird die Linie 108 nämlich von der Linie „107E“ verstärkt, wobei meistens das E bei der Anzeige weggelassen wird. 
Denn die „eigentliche“ Linie 107 verkehrt zwischen Essen Hauptbahnhof und Gelsenkirchen. Die nach Bredeney kommende 107E kommt aber nie aus Gelsenkirchen, sondern beginnt erst an der (H) Abzweig Katernberg Schleife bzw. in den Ferien erst am Viehofer Platz.
Insgesamt besteht aber nun dank der 108/107E ein 2/8 Min Takt (in Fr. Bredeney) bzw. ein 4/6 Min Takt (in Fr. Essen Hbf) – weitaus einladender als der 15-Minuten Takt sonntags, wobei der 15-Minuten Takt im Vergleich zum 30er in Krefeld auch schon deutlich besser ist.

Passend dazu konnten in Bredeney auch noch zahlreiche – bzw. ausschließlich M8C’s fotografiert werden, da hier aufgrund der noch andauernden Bauarbeiten der „Südstrecke“ nur M8C’s nach Bredeney kommen.
Für mich, der die M8C’s ja aufgrund ihrer Einsätze in Krefeld doch besonders schätzt, ist das daher immer wieder mal eine schöne Angelegenheit.

M8C 1166 am 25.01.2021 als Linie 107 in Fahrtrichtung Bredeney, zwischen Florastr. und Alfredusbad. Höhe: 119 m

Danach ging es auch schon fast zurück zum vorherigen Standort. Die Sonne war weiterhin hinter den Wolken, aber kam schon fast heraus und als dritter Wagen kam nun M8C 1164 als Linie 108 nach Bredeney angefahren. 
Sowohl die Linie 107 von Bredeney nach Katernberg, als auch die 108 von Bredeney nach Altenessen, verbinden dabei große Gegensätzlichkeiten Essens miteinander, die so bekannt sind, dass man es sogar im Geschichtsunterricht der Oberstufe gesagt bekommt, wobei ich anmerke, dass der Geschichslehrer selbst aus Essen kommt 😉
Einerseits ist es ein starker topologischer Gegensatz. Essen weist eine starke Steigung im Süden auf (um die es nun auch geht, deswegen auch die Höhenanzeige in der Bildunterschrift ;)), wohingegen der Norden flach liegt. 
So liegt der Stadtteil Bredeney mit 160 Metern um ca. 90 Metern höher als die Innenstadt Essens, und im Vergleich zum Norden sogar fast 120 Metern höher als die beiden mit nur 42 Metern tief gelegenen Stadtteile Altenessen und Katernberg. 
Die mittlere Höhenlage Essens liegt bei etwa 116 Metern und damit etwa in dieser Höhe.  

Genauso stark unterschiedlich ist aber auch – und das ist jetzt nicht als Vorurteil gemeint – die Bevölkerung Essens. Im Essener Norden wie in den Stadtteilen Altenessen oder Katernberg (wobei diese zwei Stadtteile garnicht mal die absoluten Schlusslichter im Norden sind, mir fallen die anderen aber gerade nicht ein) ist im Durchschnitt die Bevölkerung um einiges ärmerer als im Süden, wo die Bevölkerung im Durchschnitt um einiges wohlhabender ist.

M8C 1164 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, Alfredusbad. Höhe: 121 m

Beim nächsten Foto setzte ich mal auf ganz viel Zoom – wobei das aus fotografischer Sicht nicht ganz viel Zoom ist, das sind lediglich 105mm und mehr geht bei meiner Objektive auch nicht. 
M8C 1157 hat in dieser Szene gerade den Tunnel der „Südstrecke“ verlassen und fährt nun ebenfalls in Richtung Bredeney. Und jetzt, ist die Sonne auch schon zum größten Teil herausgekommen, nur der Himmel war noch nicht ganz blau. 

M8C 1157 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, kurz nach der Tunnelausfahrt Florastraße. Höhe: 120 m

Ein weiteres Bild von ihm „in der Nähe“ und ohne viel Zoom. Die Sonne stand mittlerweile nur fast schon ein wenig zu frontal zur Strecke. 

M8C 1157 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, zwischen Florastraße und Alfredusbad. Höhe: 120 m

Also war’s Zeit für einen Standortwechsel – im Nachhinein gesehen bin ich auch echt froh, dass ich nicht mehr Zeit am Alfredusbad „verschwendet“ habe. 
Einen Rückschuss hatte der Tw 1166 aber noch verdient – der gerade aus der anderen Richtung kam und es für ein Video nicht mehr reichte – so war auch mal ein Rückschuss bei diesem Schneewetter ganz gut. 

M8C 1166 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Abzweig Katernberg, Alfredusbad. Höhe: 122 m

Vorallem ab Alfredusbad südwärts nahm die Bredeneyer Straße massiv an Steigung zu. Bereits nach 300 Metern befand ich mich laut Google Maps zwölf Meter höher.
Noch nicht die nächste Haltestelle zu Fuß erreicht, fotografierte ich den nächsten Wagen M8C 1176 als Linie 107 nach Bredeney. Der 2/8-Min Takt war optimal zum Fotografieren, wenn er eingehalten wurde.

M8C 1176 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, zwischen Alfredusbad und Kruppallee. Höhe: 134 m

Gerade als ich noch ein Stückchen weiterlief und etwa die Haltestelle Kruppallee erreichte, kam die Sonne dann mal so richtig ins Vorschein.
Plötzlich sah alles so wunderschön aus. Ich begeisterte mich tatsächlich sehr und nach paar Minuten Wartezeit kam dann mit M8C 1174 der nächste Wagen, der nun mal sehr schön von der Sonne beleuchtet fotografiert werden konnte. 
Es ist tatsächlich das erste Mal, dass ich solch ein Bild machen konnte – ein Straßenbahnfoto mit viel Schnee rundum und Sonnenschein. Denn in den vergangenen fünf Jahren ist der Schnee immer zu schnell aufgetaut, bevor die Sonne überhaupt scheinen konnte. 

M8C 1174 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, Kruppallee. Höhe: 138 m

Die Strecke bestieg ich jetzt mit Fuß weiter bis nach Bredeney. Auf dem nächsten Abschnitt wurde der nächste Wagen erwartet, der nun in Form von M8C 1165 als Linie 108 kam und gerade um die Kurve bog. 
Die Steigung der Straße ist auf diesen Bildern sehr gut zu sehen – gerade auf diesem Abschnitt zwischen Kruppallee und der nächsten Haltestelle Frankenstraße ist die Steigung sehr hoch.
Mittlerweile befinden wir uns hier auf einer Höhe von 143 Metern und damit um 21 Metern höher als die Haltestelle Alfredusbad, welches in einer Höhe von etwa 122 Metern liegt. 
Auch von der gerade mal 200 Meter entfernten Haltestelle Kruppstraße um die Ecke herum, befinden wir uns hier schon fünf Meter höher – die Bahn aber nur zwei. Sie befindet sich nämlich noch auf einer Höhe von 140 Metern, der Fotograf aber schon bei 143. 

M8C 1165 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, Kruppallee. Höhe: 143 m

Noch besser lässt sich die gerade eben beschriebene Steigung an dem nächsten Bild sehen, der wiederum ein paar Meter weiter und höher entstanden ist – nun befindet sich eben die Bahn dort, wo ich vorhin stand. 
Sie ließ auf sich warten, aus welchen Gründen auch immer fielen immer wieder zwischendurch einige Bahnen aus. Doch die Umgebung war auch hier so schön, dass sich das Warten jedenfalls gelohnt hat. 

Und gefühlt stieg die Menge an Schnee, das auf dem Erdboden lag, bei jedem Meter nach oben auch um ein paar Millimeter mehr, was aber auch tatsächlich gewesen sein muss. 
Denn der starke Höhenunterschied Essens wurde am vergangenen Wochenende auch nochmals durch die Messwerte der Schneehöhe mal ganz deutlich. 
Im Norden fiel nämlich tatsächlich nur so wenig Schnee, dass er keine 24 Stunden liegen blieb, sodass bereits am Morgen dieses 25. Januars nur noch eine Schneehöhe von einem Zentimeter gemessen wurde – was man faktisch also auf geräumter Straße mit null gleichsetzen kann, wohingegen in Bredeney wie vorhin erwähnt 17 Zentimeter an Schnee fiel, sodass eben noch eine Menge liegen geblieben war. Bei diesen Bildern kann man ja kaum glauben, dass der Norden so schneearm ausgefallen ist. 

Der selbe Wagen nochmal etwas näher dran: 

M8C 1173 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, zwischen Kruppallee und Frankenstraße. Höhe: 146 m

Der Himmel war mittlerweile blau geworden, doch ganz wolkenlos war es noch nicht. So versteckte sich die Sonne hin und wieder auch mal hinter den Wolken. Mit einem blauen Himmel sah das aber schon wieder ein wenig anders aus als noch vorhin am Alfredusbad mit gräulicherem Himmel. M8C 1178 erwischte gerade den Zeitpunkt in dem die Sonne versteckte, als sie die Bredeneyer Str. zwischen Kruppallee und Frankenallee hochfuhr. 
Aber dass viel Schnee lag, ist auch in diesem Bild ganz ersichtlich. 

M8C 1178 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, zwischen Kruppallee und Frankenstraße. Höhe: 148 m

Auch für die nächste Runde hat es mit der Sonne noch nicht ganz gereicht, aber es erschien mir schon wieder ein wenig heller. 
M8C 1172 wurde diesmal tatsächlich fast an der selben Stelle fotografiert – aber natürlich nicht ganz, denn auch diesmal ging es noch einmal paar Meter weiter & ein Meter höher. 
Interessant übrigens, dass man hier dieses Überholverbots-Schild mitten in so einer recht engen, einspurigen Straße findet. Welcher Autofahrer kommt denn bitte hier auf die Idee, auf der Gegenspur zu überqueren, gerade bei dieser Steigung und der Kurve dahinten und wo dann noch die Straßenbahn fährt?

M8C 1162 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, zwischen Kruppallee und Frankenstraße. Höhe: 149 m

Anschließend wurde nun endlich mal die nächste Haltestelle, Frankenstraße erreicht. 
Hier wird es kurz mal fast ebenerdig, sodass wenn man genau schaut, hinten die abrupt beginnende Steigung doch ziemlich bemerkbar machen lässt. 
Wer hier sich traut, mit 60 km/h runterzurasen 😉

M8C 1164 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, Frankenstraße. Höhe: 156 m

Der nächste Wagen, der dem 1164, der es noch einmal auf sich warten gelassen hat, war TW 1166 – mittlerweile haben die Wagen der Linie 108 eine Runde gemacht. 
Die 107 nach Abzweig Katernberg hat dabei wohl eine etwas längere Fahrzeit, denn während in der ersten Runde 1166 noch vor 1164 kam, kam er nun ein wenig später als der 1164. 
Diesmal wurde er mit ganz viel Zoom fotografiert, dort, wo man die Steigung wirklich extrem gut sieht: 

… und einmal an der Haltestelle, und gerade ist der 1164 dann auch wieder zurückgefahren. 18 Meter beträgt also der Höhenunterschied zwischen der vergangenen Haltestelle Kruppallee und der Frankenstraße – auf einer Strecke von nur 550 Metern, die sich aber mit den vielen Fotostopps auch deutlich länger anfühlten. 
Schlapp war ich aber jedenfalls noch nicht 🙂 Der 1166 war ja übrigens auf der „passenden“ Linie unterwegs – da er – genauso wie 1165 – noch die Werbung für das Ruhrfestival 2010 trägt, die mit einer großen und breiten „107“ vorne auffällig ist. 
Diese steht für die „Kulturlinie 107“ – unter anderem deswegen, da die eigentliche 107 an der Zeche Zollverein vorbeifährt. 

M8C 1166 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, Frankenstraße. Höhe: 156 m

Nach der Frankenstraße legt die Bredeneyer Straße einen kleinen Schwenk ein, wo die Sonne einfach zu tief stand, um die Straßenbahnen anzustrahlen. 
Erst kurz vor der Endhaltestelle Bredeney fand sich ein brauchbares Motiv. Ganz so weit war die Endhaltestelle ja nicht mehr – und da gerade wieder zufällig eine längere Zeit keine Bahn kam, hatte ich glücklicherweise auch keine in der Zwischenzeit verpasst. 
Nach langem Warten kam dann letztendlich 1153, den ich auch irgendwie noch nicht fotografiert hatte, kurz vor der Einfahrt in die Wendeschleife fotografiert – so war nur von Schnee garnicht so viel zu sehen.  
Hier befindet man sich übrigens auf einer Höhe von 161 Metern, und hier ging es nach einer weiteren steilen Steigung von der Frankenstr. aus erstmals auch mal ganz kurz leicht talwärts, nachdem paar Meter davor die 162 Meter über NN als Spitze erreicht worden sind: 

M8C 1153 am 25.01.2021 als Linie 108 in Fahrtrichtung Bredeney, Bredeney. Höhe: 161 m

Gerade hier an der Endhaltestelle Bredeney eine Menge an Schnee – und das nicht nur aufgrund der Höhe, sondern auch dessen, dass die Schleife nur von der Straßenbahn befahren wurde und rechts noch eine Wiese befand, die vom Schnee bedeckt wurde.
Die Umgebung der Wendeschleife erschien damit wirklich winterlich, auch wenn mehrere Fußgänger schon für ein paar Löcher in diese sonst durchgehend weißen Schneedecke verursacht haben. 
An dieser Stelle schadete auch mal ein klassisches Fahrzeugportrait von 1153 nicht – auch sowas sieht im Schnee gut aus. Hintergrund war, dass es ein wenig schwierig war, die Bahn so zu fotografieren, dass nichts die Bahn bedeckt. 

Jetzt aber auch mal die Tram mit der Wiese an der Wendeschleife, welche nun wirklich mit viel Schnee bedeckt war. 
Der nächste Wagen, 1165, wurde daher mal so fotografiert: 

Und die nächste 107 wiederum mit TW 1176 so. Hier trennen sich die Linien 107 und 108 tatsächlich kurz für ein paar Metern – die Linie 108 hält an der äußeren Wendeschleife und die 107 an der inneren. Die meisten warten aber an der äußeren Wendeschleife lieber, da es eh eine Wendeschleife ist.

Zwei M8C-Köpfe mit 1165 und 1176 🙂 Mit diesem engen Kurvenradius sieht das schon ein wenig lustig aus, so sieht der 1176 ja doch fast schon ein wenig entgleist aus 😉

Und auch hier durfte es mal einen Rückschuss von 1176 geben. Schließlich fand ich dieses Motiv auch irgendwie eindrucksvoll: 

Als letztes wurde dann in der Wendeschleife noch der nächste Wagen der 107 mit M8C 1174 fotografiert – mit einem herrlichen Himmel und herrlichen, schneebedecktem Untergrund. 

Als letztes? Ja, tatsächlich lief ich die Strecke nicht mehr zurück, da die Sonne nun auf der Bredeneyer Str. auch zu frontal gestanden hätte. 
Dafür erkundigte ich eine neuen Strecke, den ich bislang noch nicht real mit den eigenen Augen gesehen hatte, der aber hier im gleichen Maße beliebt ist. 
Gemeint ist die Strecke der U17, von Margarethenhöhe zurück in Richtung Hauptbahnhof. Denn von Bredeney ging es mit der Buslinie 146 in nur zwölf Minuten nach Margarethenhöhe – eine doch weitaus gelungene Kombi, für die man sich hier noch spontan entscheiden konnte. 
Denn in Margarethenhöhe müsste etwa eine ähnliche Menge an Schnee liegen, da dieser Stadtteil ebenfalls recht hoch liegt – auch wenn mit 105 Metern nicht ganz so sehr wie Bredeney. 

Sonnentechnisch war es hier etwas schwieriger, was hinzubekommen, vorallem, da die Zeit auch schon wieder angeschritten war und die Uhr schon auf die 15 Uhr zuging. 
Ein Bild im perfekten Sonnenschein entstand daher hier nicht – und da mein regelmäßiger Logopädietermin um 17.45 h in Krefeld gerade noch spontan auf 16.30 h via Anruf vorverlegt wurde, musste ich mich auch schon relativ beeilen, um es irgendwie noch pünktlich dorthin zu schaffen, sodass ich nicht ganz so viel Zeit in die U17 stecken konnte. 

Ein recht stimmungsvolles Bild entstand aber doch noch – auf der Strecke kurz vor der Haltestelle Laubenweg. Die Doppeltraktion mit 5145 + 5014 wurde hier als U17 in Fahrtrichtung Margarethenhöhe fotografiert, wobei hierbei gerade die Front schön von der Nachmittagssonne ngestrahlt wurde.

Und ein allerletztes Bild entstand dann noch in der Nähe der Haltestelle Halbe Höhe. Ich suchte hier das bekannte Motiv mit dem schlossähnlichen Gebäude, welchen ich jedoch in dieser Blickrichtung nicht fündig wurde – denn sie stand genau hinter mir im Rücken, sodass ich bei diesem Motiv ins prallende Gegenlicht geschossen hätte, was ich nicht wollte. Stattdessen bot sich hier also nur noch ein Baustellenbild – dank dem die Doppeltraktion auch garnicht komplett passte. Da hatte ich ein wenig die Länge der Doppeltraktion verschätzt. 
Die weitere Strecke entlang kam die Sonne nicht mehr richtig zum Vorschein, da die Häuser höher wurden. An wenigen Stellen hätte vielleicht noch eine Doppeltraktion zwischen zwei Schattenstellen gepasst, wofür ich jedoch nicht mehr ausgestiegen bin, da der Umstieg mit der nächsten Bahn in Essen extrem knapp geraten wäre. Schließlich nahm ich den RE42 um 15:45h nach Krefeld, um genau um 16:29 h an der Haltestelle Bockumer Platz anzukommen, von wo aus ich in einer halben Minute mein Zuhause erreicht hätte, ich diesmal aber in die andere Richtung lief und ebenfalls in einer halben Minute dann noch pünktlich um 16.30h die Logopädiepraxis erreichte.

Ich hoffe, euch hat die Fotoserie gefallen! Mir gefallen die meisten Bilder von gestern tatsächlich ganz gut und ich denke, dass gerade wenn es mal wieder eine längere schneefreie Zeit kommt, der Aktienwert dieser Bilder noch einmal deutlich steigen lässt. 
Denn wer weiß, wann es nochmal so viel schneien wird – 17 Zentimeter ist in Essen ein Rekordwert der vergangenen zehn Jahre. Überhaupt wurden zweistellige Messwerte in Essen zuletzt vor ziemlich genau zehn Jahren, am 4. Januar 2011 gemessen – und der Wert von 17 Zentimeter wurde letztmals am 29. Dezember 2010 überboten. Und vielleicht erinnert man sich – der Winter 2010/11 war ein wirklich extrem schneereicher Winter, der eben gerade zur Weihnachtszeit eine satte Menge Schnee von 25 Zentimetern gebracht hatte.