Es ist Silvester – und traditionsgemäß mache ich nun auch dieses Jahr wieder einen Jahresrückblick – des Jahres 2021, der nun in nicht einmal einer Stunde schon endet.
Wahrscheinlich werden die meisten den Beitrag aber erst im neuen Jahr sehen – ich merke: Ich hätte den Jahresrückblick schon am 29. oder 30.12. veröffentlichen sollen! Ich habe es mehrfach überlegt und habe doch bis Silvester damit gewartet – nächstes Mal mach ich’s besser:((
Aber: Vielleicht gefallen euch die Bilder aus dem Jahre 2021 ja so, dass es nichts ausmacht, diese auch noch im Jahre 2022 anzuschauen!
Als Krefelder gibt es natürlich besonders viele Bilder aus Krefeld – aber auch die Fotos aus den anderen Städte, die ich im Laufe dieses einen Jahres besucht habe, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Somit geht es nun auf eine Zeitreise bunter Mischung zu: Viel Spaß!
Januar
Das Jahr 2021 begann neblig und kalt – so wie das Jahr 2020 zuletzt endete.
Dementsprechend kam es erstmals seit vier Jahren – zuletzt war dies Neujahr 2017 der Fall – dazu, dass in Krefeld gleich die ersten Ausläufe des Jahres trotz des Feiertags mit M8C bestückt wurden – da die FOC’s (Flexity Outlook C, die seit 2010 verkehrenden, 31 neuen Niederflurstraßenbahnen) Probleme mit vereisten Oberleitungen haben.
Dies zog mich bereits am frühen Morgen des 1. Januars zum Fotografieren. Um 9:25 Uhr befährt M8C 847 noch auf seiner ersten Runde im neuen Jahr (der Betrieb der SWK Mobil startet am Neujahr standardgemäß immer erst gegen kurz nach 8 Uhr) als einer der beiden auf der Linie 042 eingesetzten M8C’s aus Elfrath kommend die um diese Uhrzeit noch ganz stillen Rheinstraße und erreicht sobald die Zentralhaltestelle Rheinstraße.

An der Endhaltestelle Elfrather Mühle zeigt sich etwa eine Stunde später M8C 843 – noch im Dunst und Morgengrauen.
Dieser M8C fiel 27 Tage später, am frühen Morgen des 27.1. einem Brand einer Halle im Betriebshof Weeserweg zum Opfer – Brandursache war wohl ein Kühlschrank im Raum nebenan.

Aufgrund der eiskalten Temperaturen waren die M8C’s die ganzen Weihnachtsferien über täglich im Einsatz.
Am 6. Januar konnte gleicher Wagen an der Kaiserstraße fotografiert werden – ebenfalls im Einsatz auf der Linie 042 nach Stahldorf.

In der ersten Dekade des Januars sah es jeden Tag mehr oder weniger gleich aus: grau, trüb, vernebelt und verdunstet.
So auch am 9. Januar 2021, als der FOC 607 auf der Uerdinger Str. im Einsatz auf der Linie 043 fotografiert wurde. Im Hintergrund ist hier ebenso ein M8C zu erkennen.

Am Folgetag, dem Sonntag, 10. Januar 2021, gelang mir ein Glücksfoto mit gleich drei M8C’s auf einem Bild – 847 auf der 042, 843 auf der 041 und 850 auf der 043 auf der anderen Seite der Haltestelle. Der Kälte sei Dank, ohne diese hätte es diese Bilder nicht gegeben.

Ein besonderes fotografisches Highlight ereignete sich am Sonntag eine Woche darauf, dem 17. Januar. Es war weiterhin kalt, und in der vergangenen Nacht hatte es sogar erstmals im Winter 2020/21 leicht geschneit. Da der M8C-Einsatz so gut wie garantiert war, zwang ich mich mehr oder weniger an einem Sonntagmorgen, an dem ich hätte ausschlafen können, um 7 Uhr aus dem Bett und um 8:25 Uhr gelang mir an der Rheinstraße so wie geplant ein Foto mit drei hintereinander stehenden M8C’s in winterlicher Stimmung – und dabei sogar alle drei mit altem Lack. Es waren die M8C 844 (auf der 044), 847 (042) und 850 (041) – heute wäre dieses Foto nicht mehr möglich, da seit Mitte Mai 2021 mittlerweile nur noch zwei M-Wagen mit altem Lack verkehren (847 und 850), nachdem dem 844 die Frist abgelaufen ist.

Ein wenig mehr Schnee konnte mit M8C 847 an der Haltestelle Werner-Voß-Straße eingefangen werden.

Zugleich entstand an diesem Tag auch das letzte Foto von M8C 843 – bevor er neun Tage später dem Brand zum Opfer gefallen ist. Am 25. Januar hatte ich ihn noch gefilmt, aber leider nicht mehr wirklich fotografieren können. Somit wird dieses Bild, welches nahe der Haltestelle Bockumer Platz entstand, noch einmal sonderbar gewürdigt – auch wenn dieses nicht gerade ein besonders schönes Bild ist.

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag eine Woche später, hat es erneut geschneit – und nun sogar ein wenig mehr als das letzte Mal. Damit war auch am Sonntag, dem 24. Januar nicht Ausschlafen angesagt, sondern frühes Aufstehen. Diesmal wollte ich nicht nur in Krefeld, sondern andere Städte besuchen. Während einer Umsteigezeit wurde mit den Tw 4220 + 4253 erst einmal eine B-Wagen-Traktion am Neusser Hauptbahnhof fotografiert:

Daraufhin ging es nach Wuppertal – mit der Annahme, dass es dort mehr Schnee geben wird, da Wuppertal ca. 100 Meter höher liegt – und mit dieser Vermutung hatte ich Recht. Schon in Vohwinkel war deutlich mehr Schneemasse – so viel Schnee hatte ich tatsächlich seit 2013 nicht mehr unter den Füßen gehabt – die Rede ist hierbei von gerade einmal ca. fünf Zentimeter Schnee.
Wie beeindruckend das aber dennoch war, kann ich nicht vergessen – und mit voller Überzeugung, das dementsprechend die Fotos auch schön werden, schoss ich in Vohwinkel gleich ein Foto von GTW 14-27 mit viel Schnee drumherum:

Am Zoo sah das Ganze dann auch schon wieder nicht mehr ganz so schön aus, ein schönes Motiv gelang mir aber doch noch mit GTW 14-20, in dem ich den direkt dahinter befindlichen Berg mit ins Bild nahm – denn auf diesem war wieder reichlich viel Schnee zu sehen.

Online-Unterricht sei Dank, konnte ich den Schnee auch noch am nächsten Tag, dem 25. Januar 2021, anderswo genießen – und zwar in Essen. Durch die Seite kachelmannwetter.com erfuhr ich, dass diesmal gerade in Bredeney eine Menge an Schnee gefallen ist – die Rede war nun von 15 Zentimetern, die auch noch am Montag lagen; zusätzlich sagte das Wetterbericht für den Montag selbst Sonnenschein voraus. Sonne und 15cm Schnee – das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, sodass ich mich direkt auf den Weg zur Strecke nach Bredeney gemacht habe – oben drauf verkehren ja dort noch die M-Wagen. Der Schnee war zur Mittagszeit schon längst abgeräumt, aber dennoch war reichlich viel hiervon vorhanden, um Fotos zu machen, die ich mir lange ersehnt habe – ihr müsst mal denken: Ich fotografiere seit sechs Jahren kontinuierlich und hatte bis zu diesem Tag kein einziges Foto mit Sonne und Schnee zusammen. Ein besonders schönes Foto gelang mir mit M8C 1174 hinter der Haltestelle Kruppallee.

Auch im weiteren Verlauf der Straße gelangen mir einige schöne M8C-Bilder mit Schnee, wie z.B. von 1173.

Auch in Margarethenhöhe waren eine höhere Schneesumme zu verzeichnen. Nachdem ich bis Bredeney gelaufen war, ging es also nun noch kurz zur Margarethenhöhe, wo Fotos von der U17 gemacht wurden. Eine B-Wagen-Traktion mit 5145 als führender Triebwagen, konnte dabei fotografiert werden – trotz des nicht optimalen Sonnenstandes ist dieses Bild meiner Meinung nach sehr stimmungsvoll.

Die richtige Überraschung des Winters 2020/21 brachte jedoch erst die zweite Februarwoche. Temperaturen von -10°C, gefrorene Gewässer und eine ganze Woche, in der das Schnee, das am 7. Februar gefallen ist, liegen blieb. Alles Sachen, die ich zuletzt im März 2013 bzw. Februar 2012 erlebt habe – und damals war ich gerade einmal 9 bzw. sogar 8 Jahre alt. Ein Glück, das ich mich daran erinnern kann, wäre ich vier Jahre später geboren, hätte ich mich wohl an eine solche Menge Schnee oder gefrorenen Gewässern nicht erinnern können und es wäre mit einem Alter von 13 Jahren das erste Mal gewesen, es zu erleben 😮
Februar
Nachdem der Straßenbahnbetrieb vom Sonntag, 7. Februar bis Mittwoch, 10. Februar so gut wie flach lag, da vor dem Schnee gefallener Eisregen auf den Schienen festsetzte und durch die darüberliegende Schneedecke kaum noch entfernt werden konnte, ging es ab dem Donnerstag, 11. Februar wieder langsam bergauf. Glücklicherweise war die Linie 043 sowieso im SEV-Dauerbetrieb aufgrund einer Baustelle, sodass sie eine Straßenbahnlinie weniger zum Wegkratzen hatten. Auf der Strecke nach Stahldorf, wo der Schnee auf und an der Straßenbahnstrecke selbst in den letzten vier Tagen noch kaum berührt worden war, konnte FOC 606 am Vormittag des 11. Februars bei herrlichem Sonnenschein zusammen mit dem Schnee kurz nach dem Verlassen der Haltestelle ThyssenKrupp Nirosta fotografiert werden.

IMG_7854 (3) by Fro Fin Yamakata, auf Flickr
Auch andere Betriebe v.a. die des Ruhrgebiets waren von dem Eisregen und dem darauffolgenden Schneefall stark betroffen. So auch die DVG, wo ebenfalls erst zum 11. Februar wieder irgendwas lief. Die Linie 903 wurde an diesem Tag wieder in Betrieb genommen; so wirklich gut lief es jedoch nicht; mal fuhren drei Straßenbahnen hintereinander in einem Takt von drei Minuten und dann kam 45 (!) Minuten nichts. Ein Glücksfall jedoch, dass ich dadurch gleich drei GT10NC-DU an der Endschleife Mannesmann Tor 2 auf einem Bild bekommen habe – ganz so häufig dürfte so ein Foto ohne Störungen nicht machbar sein.

Ein weiteres stimmungsvolles Bild – mit etwas weniger Schnee als erwartet – mit TW 1037 und der evangelischen Kirche im Hintergrund nahe der Haltestelle Rheinstahl.

Ein weiterer Fotohalt, den ich nicht entgehen konnte, war der Fotohalt Froschenteich – ein beliebter Ort unter den Fotografen, ich war hier tatsächlich noch nie zuvor. Der Schnee war jedoch eine gute Gelegenheit, hier mal Fotos zu machen – unter anderem gelungen ist mir dabei das Foto von einer Doppeltraktion von DVG-B80-Bahnen – mit 4718 als führender Triebwagen.

Ein letzter Fotohalt für diesen Tag erfolgte dann an der Luegallee in Düsseldorf, wo mit der nun schon wieder tiefer gewordenen Sonne eine GT8SU-Doppeltraktion mit Schnee und Sonne fotografiert wurde. Ganz hat die Traktion leider nicht zwischen den Masten gepasst – aber dennoch ein stimmungsvolles Foto.

Die folgenden Tage 12. und 13. Februar nutzte ich dann noch einmal voll aus, um in Krefeld Fotos mit Schnee und Sonne zu machen – und zwar mehr als das Bild in Stahldorf. Am Freitag, den 12.02. entstand an der Haltestelle Sonnenhof ein schönes Foto mit FOC 617 im Einsatz auf der Linie 042. Wie man sieht, war der Schnee auch noch am fünften Tag auch auf einer solchen Uerdinger Straße vorhanden.

Aufgrund der Tatsache, dass man für die Tage 11. und 12. Februar nachts extra Fahrer eingesetzt haben, die gegen 3-4 Uhr mit M8Cs alle Strecken enteist hat bevor die ersten Linienwagen fahren, wurden die M8C’s an diesen Tagen nicht eingesetzt. Erst am 13. Februar, als die Eislage nicht mehr so dramatisch waren, wurden diese Extraschichten wieder abgeschafft und die M8Cs dafür auf den ersten ausfahrenden Kursen wieder eingesetzt. Zur Mittagszeit war M8C 844 auf der Linie 044 der einzige Wagen, der noch nicht ausgetauscht worden war – so setzte ich alles darauf, um mit diesem Wagen nun auch ein Foto mit einem Krefelder M8C mit Schnee und Sonnenschein zu haben – und nahe der Haltestelle Kützhofweg, hat dies dann auch tatsächlich geklappt, auch wenn zwei Schattenstriche etwas störender sind als vorm Fotografieren gedacht.

Auf der Strecke der Linie 041 nach St. Tönis wurde am Nachmittag dann noch FOC 660 in schöner Stimmung fotografiert – Straßenbahnen machen nach meiner Meinung in Kurven immer ein besonders schönes Bild.

März
Am Samstag, den 6. März 2021 kam es (wie berichtet) an der Endhaltestelle Elfrather Mühle zu einer Entgleisung des M8C 844, der auf der Linie 042 im Einsatz war. Dieser musste mit einem Kran wieder ins richtige Gleis gesetzt werden, die Bergung dauerte ca. vier Stunden. Es entstanden interessante Fotoaufnahmen – weitere sind im o.g. Link zu sehen.

April
Im April 2021 spielte das Wetter noch einmal verrückt. Dass dieses Foto, das den FOC 661 am Bockumer Platz zeigt, vom 6. April 2021 stammt, ist heute kaum zu glauben – und doch ist es Fakt. Jedenfalls ist es seit ich mich erinnern kann – also seit ca. 2008 – das erste Mal, im April im tiefsten Flachland (Krefeld = ca. 38m ü. NN) einen solchen Schneefall zu erleben.
Dennoch ist hier zu erwähnen, dass es sich bei diesem Foto um eine Momentaufnahme handelt. Fünf Minuten später schien wieder die Sonne und zehn Minuten später war der gesamte Schnee, das auf dem Bild zu sehen ist, wieder weg – und nach dreißig Minuten hat sich das Ganze wieder von vorne wiederholt. Statt einem frühsommerlichen April, hat das Sprichwort „Aprilwetter“ dieses Jahr tatsächlich ziemlich genau getroffen.

Am Tag darauf, dem 7. April 2021, spielte das Wetter sogar noch winterlicher – an diesem Tag war kein Aprilwetter, sondern in der Nacht zuvor hat es tatsächlich mehrere Stunden lang wie im Winter richtig geschneit – und der Schnee blieb noch bis etwa 13-14 Uhr liegen. An der Haltestelle Magdeburger Straße entstand mit FOC 615 an diesem Tag ein rares Bild, wovon ich selbst nicht gedacht hätte, solch ein Foto jemals zu schießen: Zwei Jahreszeiten, ein ausgeprägter Frühling mit grünen und gelben Blättern und tiefster Winter mit dem Schnee, das sogar auf den einzelnen Ästen der Bäumen liegt – auf einem Bild. Es ist definitiv eines meiner Favoriten, wenn nicht das Favoritsbild des Jahres 2021.
Ein krasser Unterschied übrigens, wenn man bedenkt, dass ein Jahr zuvor am 8. April 2020 24 Grad in Krefeld erreicht wurden. Genauso sei aber auch zu erwähnen, dass auch 2021 bereits die 25-Grad-Marke eine Woche zuvor, am 31. März geknackt worden war. 25 Grad erreicht zu haben schließt also keinen weiteren Schneefall aus 😉

Ende April, war der Winter aber nun wirklich vorbei, es wurde warm und wirklich frühlingshaft.
Bei sehr frühlingshaftem Wetter konnte am Sonntag, den 25. April 2021 der FOC 616 an der Kaiserstraße schön fotografiert werden.

Ein weiteres, sehr schönes Frühlingsbild entstand zwei Tage später, am 27. April 2021 an der Haltestelle Sonnenhof mit M8C 850. Erstmals waren wieder seit dem 26. April M8C im Einsatz, nachdem diese aufgrund von mehreren Gleisbauarbeiten mehrere Wochen keinen Auslauf mehr hatten.

Mai
Am 6. Mai 2021 war der M8C 845, der eigentlich als erster Wagen restaurierte M8C, nun als zweiter aufgearbeiteter M8C erstmals in den Liniendienst gekommen. Ziemlich genau 50 Monate war er nicht im Liniendienst; vor seiner zweijährigen Restaurierung war er im März 2017 abgestellt worden. Nachdem er seit Januar 2018 aufgearbeitet wurde, hatte er bereits am 17. März 2020 die ersten Testfahrten gemacht und verkehrte seitdem häufig als Fahrschule, kam jedoch nie in den Liniendienst, während der zweite seit Mai 2019 aufgearbeitete M8C am 16. November 2020 dann tatsächlich als erster Wagen in den Liniendienst kam. Grund dafür war vermutlich wohl der Einbau eines neuen Totmannschalters, der bei M8C 845 als erster Wagen getestet wurde – als Reaktion auf dem Vorfall von Bonn, Linie 66 aus Dezember 2019. Der Einbau der neuen Sicherheitsfahrschalter ist im M8C 845 letztendlich tatsächlich gelungen – so war dieser 6. Mai 2021 für die Fahrer auch die Premiere der Nutzung des neuen Totmannsschalters, der durchaus „nervig“ für viele Fahrer ist. Gekennzeichnet wird der neue Totmannschalter mit einem roten Punkt, der an der rechten Fensterscheibe des Fahrerplatzes aufgeklebt ist. An seinem ersten Einsatztag konnte er an der Haltestelle Dreikönigenstraße unter sattem Grün fotografiert werden.
Mittlerweile ist 845 nicht mehr der einzige Wagen mit dem neuen Totmannschalter, seit September 2021, hat auch FOC 608 als zweiter Wagen die neue SiFa erhalten.

Gleich sechs Tage später, war M8C 845 an einem „besonderen Vorfall“ beteiligt. Am Vormittag des 12. Mai 2021 entgleiste eine B-Wagen-Traktion der U76 an der Weiche der Haltestelle Rheinstraße – wieder einmal. Seit Eröffnung der neuen Haltestelle am 23.12.2015 ist es bereits mehrmals hierzu gekommen, dass die Weiche, die zwischen Normal- und Meterspur unterscheidet, nicht oder nicht früh genug umgeschaltet hat, wenn ein B-Wagen zu dicht hinter einem SWK-Wagen oder wenn ein SWK-Wagen zu dicht hinter ein B-Wagen fährt. Da es sich gerade um eine U76-Fahrt handelte, die um 9:26 Uhr abfahren wollte, bereits als erster in die Haltestelle Rheinstraße einfuhr bevor die anderen Straßenbahnen der Linien 041, 043 und 044, die ebenfalls nach Fahrplan um 9:26 (041, 043) und 9:27 Uhr (044) abfahren, zusätzlich mischte sich genau in diesem Moment noch eine Fahrschule mit M8C 845 ein. So kam es innerhalb zwei Minuten direkt zu einem Stau, das sich bis zur Kreuzung St. Anton-Straße erstreckte. Hinter dem B-Wagen war FOC 665 der 043 eingefahren, dahinter die Fahrschule mit M8C 845, dahinter standen die FOC der Linien 041 und 044 und dahinter noch eine weitere Fahrschule mit M8C 850.
Während die letztgenannten drei Wagen noch nicht in die Haltestelle eingefahren waren, war M8C 845, sowie der direkt nach dem B-Wagen eingefahrene FOC 665 der Linie 043 bereits in die Haltestelle eingefahren, sodass sie als „Geisterfahrt“ bis zur Weiche vor der Kreuzung Ostwall / Rheinstraße fahren mussten, um danach links in die Rheinstraße und der Umleitungsstrecke Philadelphiastraße zu fahren. So kam es zu diesem seltenen Foto von M8C 845 mit einem Fahrer auf dieser Seite:

Zwei Tage später, am 14. Mai 2021, machte ich mit einer neu kennengelernte, gleichaltrige Bahninteressierte eine kleine Straßenbahntour durch Krefeld. Verrückterweise standen wir beide um 6 Uhr auf und sind dann vier Stunden lang fast nur mit M8Cs durch Krefeld rumgefahren. Immer wieder habe ich aber dabei versucht, spezielle Fotochancen hinzubekommen und auszunutzen. Um 9:40 Uhr war eines der geplanten Fotochancen, die letztendlich perfekt geklappt haben – ein Foto mit zwei M8Cs am Wilhelmplatz. Nun waren es genau die zwei neu lackierten M8C – 842 und 845, die an dieser Endhaltestelle der Linie 041 in der Nachbarstadt Tönisvorst fotografiert wurden.

Ein besonderer Schwerpunkt lag an diesem Tag aber auf den M8C 844, der auf der Linie 044 verkehrte. Eine „Hiobsbotschaft“ wurde drei Tage zuvor am 11. Mai 2021 erst verkündigt, dass aufgrund von Gleisbauarbeiten ab dem 17. Mai fünf Monate lang die Linie 041 im SEV befahren wird – für mich war damit klar: fünf Monate kein M8C-Einsatz. Die Tage von M8C 844 im Altlack waren mit dem Fristablauf im Juni 2021 schon gezählt – doch nun war sie besonders gezählt – sodass sie am 14. Mai, dem letzten Freitag vor Beginn der Gleisbauarbeiten, ausgiebig befahren und fotografiert wurde. Und tatsächlich: habe ich sie seit diesem Tag kein einziges Mal mehr gesehen. Gut möglich, dass der 14. Mai 2021 tatsächlich sein letzter Einsatztag war.
Entstanden sind unter anderem zwei Aufnahmen von ihm. Eines auf der eingleisigen Strecke der Linie 044 an der Haltestelle Steeger Dyk –

und das letzte Foto von M8C 844 im Altlack, das noch einmal besonders gewürdigt wird, an der Haltestelle Botanischer Garten.

Bei den Gleisbauarbeiten, die ab dem 17. Mai 2021 begonnen, handelte es sich um den Einbau von klimafreundlichem Rasengleis auf einer Strecke von ca. 500 Metern Länge, zwischen den Haltestellen Gutenbergstraße und Obergplatz. Am Abend des 29. Mai 2021 ging ich die betroffene Stelle besuchen, um einige Baustellenbilder zu machen. Ich wählte genau den Samstagabend aus, da samstags die Bahnen so früh genug einfahren, dass sie hier noch im schönen Licht fotografiert werden konnte.
Tatsächlich war eine Menge Gleis schon nach 12 Tagen abgebaut worden; die Baustellensituation konnte u. a. mit FOC 613 dokumentiert werden.

Andernorts eventuell nicht mehr all zu häufig zu sehen sind Kletterweichen, die bei den diesmaligen Gleisbauarbeiten hier in Krefeld verwendet worden sind. Mit FOC 617 konnte eine solche Kletterweiche zusammen mit der Krefelder Straßenbahn fotografiert werden – passenderweise sogar noch mit dem SWK-Hauptgebäude im Hintergrund des Bildes. Die Haltestelle Obergplatz wurde während dieses Zeitraums in eine Fahrtrichtung „falschherum“ befahren – dafür durften hier aber auch keine Fahrgäste ein- und aussteigen.

Ein wahrscheinlich in fast jedem Jahresrückblick eines Straßenbahnfotografs im Ruhrgebiet auftretender Datum ist wohl der 30. Mai 2021, als das 25-jährige Bestehen der Oberhausener Straßenbahn mittels alter Straßenbahnwagen gefeiert wurde. Tatsächlich befand ich mich auch dabei, doch mir ging es ehrlich gesagt weniger um die historischen Bahnen, sondern mehr um die Bahnen, die auf der Linie 112 fuhren; das ausschlaggebende Hauptargument, tatsächlich nach Mülheim und Oberhausen zu fahren war der Fakt, dass an diesem Sonntag beide Hängebauchschweine (M6C-NF Wagen 277 und 278) auf der Linie 112 verkehrten. Ein Großteil der Zeit verweilte ich daher an diesem Tag auch auf dem Mülheimer Abschnitt der Linie 112; während die meisten Fotografen nur zwischen Oberhausen Landwehr und Neumarkt befanden, da die historischen Wagen nur in diesem Abschnitt verkehrten. Das Fotografieren mit 20 anderen Spottern ist jedoch nicht meins, vielmehr schieße ich lieber auf meinem eigenen Tempo und meinem eigenen Stil die Fotos. Ich begann am südlichsten Punkt der Linie 112, am Hauptfriedhof, und bereits an der Haltestelle Tilsiter Straße gelang mir ein tolles Foto mit einem Oberhausener MGT6D 208.

Leer waren die Straßen, auch am Kaiserplatz, mitten in der Mülheimer Innenstadt. Somit konnte NF2 8015, welcher ebenfalls auf der 112 im Einsatz war, komplett autofrei fotografiert werden – an einem Werktag wäre wohl solch ein Foto nicht möglich.

Die Objekte meiner Begierden, die M6C-NF 277 und 278, habe ich verschiedenerorts angetroffen, und an der Haltestelle Kuhlendahl gelang mir sogar ein Fotos mit beiden auf einem Foto – was früher normal war, ist heute mittlerweile nicht mehr normal, und so wird dieses Foto trotz Gegenlicht und leichtem Verwackeln mit ins Jahresrückblick gebracht.

Aber auch die historische Straßenbahn darf in diesem Bildbericht nicht fehlen, stellvertretend gibt es daher ein Bild von TW 888, welcher nahe der Haltestelle Obere Marktstraße fotografiert wurde.

Ein letztes Highlight, und damit wären alle Bahntypen gezeigt, die an diesem Tag verkehrten (NF2, MGT6D, M6C-NF, historischer Wagen und: NF1 1530 der Ruhrbahn). Der NF1 1530 der Ruhrbahn kam an diesem Tag spontan mit in den Gespann der historischen Bahnen, da aufgrund eines Rohrbruchs auf der Strecke nach Gelsenkirchen ein historischer Bochumer Straßenbahnwagen nicht eingesetzt werden konnte. An der Haltestelle MAN Turbo wurde er fotografiert – und besonders gefällt mir hier die Zielanzeige – „Vielen Dank für die Sturmhelfer“. Zugegebenermaßen entstand dieses Bild dann aber am Ende nun doch mit 20 anderen „Sturmhelfern“ – also Fotografen; es war aber klar, dass es irgendwann im Laufe der Zeit nicht mehr möglich wird, diesen auszuweichen.

Juni
Der Juni 2021 war ein äußerst fotoarmer Monat. Lediglich am frühen Morgen des dunstigen 4. Juni 2021 habe ich einige Straßenbahnen in Krefeld fotografiert.
Obwohl auf diesem Foto die Straßenbahn nicht einmal komplett drauf zu sehen ist, gefällt mir die Aufnahme irgendwie – vermutlich wohl wegen dem leichten Nebel und Dunst, der um 6 Uhr morgens noch in der Innenstadt webte. Besonders interessant ist bei dieser Aufnahme die Linienanzeige 043 KR-Fischeln Grundend – während der Gleisbauarbeiten wurde eine solche Anzeige tatsächlich nur an der Haltestelle Rheinstraße an den Straßenbahnen angezeigt, da werktags während der Bauarbeiten die Linie 043 nach Fischeln verlängert wurde. Bis zur Rheinstraße schilderten die Bahnen aber noch 043 Krefeld Hauptbahnhof – während sie nach dem Verlassen der Haltestelle Rheinstraße standardgemäß 041 KR-Fischeln Grundend schilderte.

Juli
Dafür fotografierte ich umso mehr im Juli.
Im Juli 2021, genauer gesagt vom 20. bis zum 22. Juli 2021 unternahm ich eine sehr ausgiebige Tour durch Ost- und Süddeutschland. Es war durchaus stressig, denn ich besuchte sechs Städte in drei Tagen – dafür nahm ich aber auch sehr viel mit von diesem Urlaub, den ich alleine durchführte – unter anderem viele Fotos:
Insgesamt 2913 Fotos und 390 Videos mit insgesamt 58,6 GB Aufnahmematerial entstanden allein in diesen drei Tagen – ermöglicht durch ganze 92143 Schritte, umgerechnet ca. 30 Kilometer, die ich in diesen drei Tagen, bzw. den 45 Stunden, die ich während dieser drei Tage unterwegs war, gelaufen bin – und das Ganze für einen Schnäppchenpreis von 112,15 Euro für Zugticket und Übernachtung zusammen. Besucht habe ich hierbei die folgenden sechs Städte: Halberstadt, Magdeburg, Leipzig, Erfurt, Nürnberg und Würzburg.
Die erste Stadt Halberstadt, die ich am Dienstag, den 20.07.2021 für etwa drei Stunden von 11 bis 14 Uhr besuchte. Das kleine und sonst unauffällige Stadt Halberstadt war 2021 wohl für viele Fotografen ein beliebtes Zielort, da aufgrund eines Unfalls zwei Leoliner nicht eingesetzt werden konnten und hierfür zwei GT4 als Ersatz eingesetzt worden sind – die GT4 mit den Nummern 167 und 168. Auch am 20. Juli, an dem ich Halberstadt besuchte, waren tatsächlich beide im Einsatz – jeweils auf einer Linie, wobei sich die Fahrzeuge immer die Linien tauschte, sodass beide Fahrzeuge auf beiden Strecken fotografiert werden konnten. Zu einem Zeitpunkt als der 167 auf der 2 fuhr, konnte er an der Voigtei hüsch fotografiert werden.

Die zweite Stadt Magdeburg, etwa 45 Minuten mit dem Zug von Halberstadt aus entfernt, besuchte ich am selben Tag – für etwa vier Stunden, von 15 bis 19 Uhr. Gleich zu Beginn entstand in der Nähe des Hauptbahnhofes ein recht schönes Foto mit einem NGT8D, der die Wagennummer 1377 trug.

Besonders interessiert haben mich hier aber – wer hätte es wohl nicht gedacht – die Tatrawagen – sowohl die Magdeburger „Originale“ als auch die im vergangenen Jahr von Berlin übernommenen KT4D-Wagen. Leider fuhren an diesem Tag nicht all zu viele Tatras, so war es nur eine KT4D-Traktion und zwei Magdeburger Tatratraktionen, die angetroffen werden konnten. Am Hasselbachplatz konnte der Berliner Tatra, der zu diesem Zeitpunkt auf der Linie 5 fuhr, vor interessanten Gebäuden im Hintergrund fotografiert werden – nur das Wetter spielte nicht mehr all zu gut mit wie zu Beginn meines Aufenthaltes.

Am Abend des selben Tages, es ist immer noch der erste Reisetag (20. Juli) erreichte ich dann von Magdeburg aus Leipzig – genutzt habe ich den Abend nur noch für schöne Sonnenuntergangfotos von der Aussichtsplattform auf dem mdr-Turm und nachdem es dunkel war – für Fotos mit Langzeitbelichtung, ehe ich um 22:30 Uhr ins Hotel zurückkehrte – nachdem ich den Tag seit 5 Uhr morgens unterwegs war. Am Augustusplatz in Leipzig, wo ich tatsächlich 2014 schon einmal bedingt eines Kompositionswettbewerbs war, entstand um kurz nach 22 Uhr eine schöne Aufnahme in Langzeitbelichtung mit dem mdr-Turm im Hintergrund sowie der in die Haltestelle einfahrenden Straßenbahn.

Hauptsächlich fotografierte ich am zweiten Tag, dem 21. Juli in Leipzig – da es eine große Stadt ist, lief ich um 7 Uhr morgens wieder los und nahm mir nun etwa 6 1/2 Stunden bis 13.30 Uhr Zeit, um wenigstens mal im gesamten Stadtkernbereich fotografiert zu haben. Tatsächlich habe ich aber auch ein wenig Tourismus betrieben und in der Zeit nicht nur Straßenbahn, sondern auch einige andere schöne Sachen der Stadt angeschaut und fotografiert.
Ein motivlich interessantes Foto entstand am neuen Rathaus mit dem NGT8 1132, der auf der Linie 9 im Einsatz war – herausstechend ist hier natürlich das Bundesverwaltungsgericht im Hintergrund.

Besonders gesucht habe ich aber auch hier in Leipzig die Altwagen – also wieder Tatras, die aber optisch gänzlich anders aussehen als die Magdeburger. In Leipzig verkehrten auf den Linien 7 und 15 sogar Tatra-Großzüge, d.h. ein Zug bestehend aus drei Teilen – zwei aneinandergekuppelte kurze Tatrawagen mit einem Niederfluranhänger hinten dran. Für mich wirkten sie natürlich sehr einladend, so wurde an der Haltestelle Goedelerring auf ein Tatra-Großzug gewartet, der in Form von 2118, einem weiteren Tatra und einem Niederflurwagen im Einsatz auf der Linie 15 nach Meusdorf angefahren kam.

Nicht minder interessant war aber auch die Linie 2, hier war die Wahrscheinlichkeit, einen Tatra-Solo+Beiwagen-Zug zu erwischen, sehr hoch – nur ein einziger Kurs der Linie 2 wurde mit einem Niederflurwagen befahren, alle anderen waren mit Tatra+Beiwagen bestückt. Eines dieser Züge war der, der von 2101 angeführt wurde, der am Westplatz aufgenommen wurde.

Zum Abschluss für Leipzig ist noch ein Wagen der neuesten Baureihe, der sogenannten XXL-Wagen zu zeigen, von der stellvertretend 1048 auf der Goethestraße aufgenommen wurde. 1048 war zu diesem Zeitpunkt auch unter den XXL-Wagen eine der zuletzt neu in Dienst gestellten Wagen, sprich eine der neuesten Wagen der neuesten Baureihe.

Neuester Wagen, einen solchen traf ich auch in der vierten Stadt meiner Sommertour, Erfurt, die ich an dem zweiten Tag, den 21.07. von ca. 15 bis 18.30 Uhr besuchte. Leider war meine Kraft ausgegangen, dass das Fotografieren und Filmen in Erfurt vor allem was die Menge und die Reichweite angeht recht erfolglos war und ich mich eher kraftlos durch die Stadt hindurchschleppte als es zu genießen. Dennoch entstanden einige, sehenswerte Fotos. So konnte unter anderem der zu diesem Zeitpunkt noch als einziger Wagen zugelassene TW 801 der neuen Baureihe fotografiert werden; dieser war an diesem Tag auf der Linie 2 im Einsatz. Die Straßenbahn in der Fußgängerzone fand ich hier aber sehr schön, und gerade dieser Wagen zeigt sich hier schon ganz schick.

Ein zufälliger Glück war, dass der Stadtrundfahrt-Tatra seine Runden drehte – so konnte auch dieser fotografiert werden:

Und noch eine weitere schöne Aufnahme in der Fußgängerzone mit einem anderen Wagen.
Der Neue ist schon wirklich sehr schick, aber auch die in dieser Stadt ältesten Wagen im Liniendienst, den MGT6D, finde ich ebenfalls schön – denn sie kennt man ja aus Bochum … und sie passen ebenfalls optisch gut in die Fußgängerzone. MGT6D 602 im Einsatz auf der Linie 6:

Die fünfte Stadt, Nürnberg, wurde erst am Morgen des dritten Tages durchfotografiert. Den Abend genoss ich tatsächlich mal mit einem Spaziergang in der Altstadt, denn irgendwie wollte ich doch nicht nur Straßenbahn fotografieren, sondern auch bisschen Flair von den Städten mitnehmen – und es war interessant zu sehen wie unterschiedlich die Städte sind, was man gerade merkt, wenn man innerhalb kürzester Zeit in so vielen unterschiedlichen Städten ist – von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen nun mit Nürnberg in Bayern.
Am Morgen des 22. Julis fotografierte ich hauptsächlich entlang der Linien 4 und 6 in der Nähe der Haltestelle Hallertor. Ein besonders stimmungsvolles und ich behaupte jetzt einfach mal, typisch nürnbergisches Bild entstand am Abzweig hinter der Haltestelle Hallertor, wo sich der GT6N 1011 vor den schönen, historischen Gebäuden im Hintergrund seinen Weg in Richtung „Am Wegfeld“ entscheidet.

Eine Haltestelle weiter, an der Oberen Turnstraße konnte aber auch ein GT8N vor einem ebenso schönen Hintergrund und einer noch schöneren Belichtung fotografiert werden – der auf dem Bild zu sehene GT8N 1123 war dabei zu diesem Zeitpunkt erst ganz frisch modernisiert worden, einige andere haben die Modernisierung noch nicht erhalten:

In der letzten Stadt, Würzburg, wurden die GTW-D8 anvisiert. Es ging eigentlich nur noch denen wegen dorthin, denn Würzburg war ich bereits 2016 und 2017 schon einmal – und die GTW-D8 hatte ich beide Male schon fotografiert, doch ich spürte einen erneuten Drang dorthin zu fahren. Es hat sich aber gelohnt: Die GTW-D8 236, 243 und 246 konnten an diesem Tag angetroffen werden, die als mittägliche Verstärkerkurse auf den Linien 1 und 4 verkehrten. Triebwagen 246 wurde beim Erreichen der Haltestelle DEK-Sportzentrum von viel Grün umgeben fotografiert:

Es entstanden einige weitere Bilder von den anderen GTW-D8, aber auch von den Fahrzeugen GT-E und GT-N entstanden einige schöne Bilder, die ich hier in diesem Bericht nicht vorenthalten möchte. Gerade zum Ende hin versuchte ich verschiedene Motive die nicht der 08-15 Perspektive entsprechen – das Foto von GT-N 250, das an der Haltestelle Ehehaltenhaus entstand, ist ein solches – das ich als sehr schön empfinde.

Ein besonderes fotografisches Highlight zum Abschluss ist dann tatsächlich noch dieses Bild – mit GT-E 201 am Rathaus, der in diesem Bild jedoch ausnahmsweise mal nur in den Hintergrund geriet und der Fokus auf das Wasser gelegt ist, das aus einem Brunnen herausfließt. Es war tatsächlich recht schwer, das Bild so perfekt hinzubekommen.

August
Zwei Wochen später ging es für zwei Tage nach Berlin – am Mittwoch, 4. August morgens früh ab 5 Uhr mit einem Grundschulfreund dorthin, der um 16 Uhr nach Hause kehrte – während ich in Berlin blieb und ab 21 Uhr meine Freunde aus der Schule traf und mit denen Zeit bis zum Tag danach, 18 Uhr verbrachte. Eigentlich war geplant, mich bereits um 17 Uhr unmittelbar nachdem mein Grundschulfreund nach Hause gefahren ist, mit meinen Freunden aus der Schule zu treffen – doch da sie gerade mit einer Familie essen waren, ging das nicht. Ein Pech, denn so musste ich die vierstündige Zeit irgendwie alleine umkämpfen und zugleich aber auch ein glücklicher Zufall in dem Sinne, das ich nun eine unerwartete Zeit dafür bekommen habe, den Straßenbahnverkehr in Berlin zu fotografieren. Dies hatte ich bereits 2016 gemacht, und da die Tatras sowieso weg waren, erschien mir der Berliner Straßenbahnverkehr recht langweilig und doch war sie recht interessant. Gerade interessant war es aber, durch die Umgebung zu laufen – denn die Stimmung der Stadt wurde ab dem Abend immer besser, als die ersten Menschen anfingen, auf der Straße Abend zu essen. Die S-U-Bahn-Brücke am S-U- und Straßenbahnhalt Eberswalder Straße, wo ich 2016 auch schon kurz gewesen war und daher kannte, und die Umgebung dort gab mir dabei – genauso wie am Hackescher Markt – einen so schönen Vibe des Berliner Flairs, sodass dieses Bild mit der genannten Brücke nun mit ins Jahresrückblick einbezogen wird.

Recht ungewöhnlich waren wohl die GT6N-Doppeltraktionen auf der M5, normalerweise sollen sie auf der M4 fahren. Wirklich aufgefallen war mir das nicht, da ich ja nur an diesem einen Tag die Straßenbahn in Berlin fotografiert habe und die gesamte Wagenparksituation sowieso komplett anders ist als 2016, aber dennoch gefreut habe ich mich, als hinter dem Hackescher Markt zwei solcher GT6N-Doppeltraktionen kurzzeitig hintereinander standen – die Wagen der vorderen Doppeltraktion sind dabei 1229 + 1228. Diesen kurzen Moment nahm ich für diese Aufnahme, die mir auch recht gut gefällt – wenn auch nicht so stimmungsvoll wie das obige Bild. Und auch hier war ich schon 2016 gewesen, es ist immer wieder toll, eine Stadt, wo man vor ewiger Zeit mal war, noch einmal neu zu erkunden. Wesentlich viel hatte sich hier aber nun wirklich nicht verändert, das maue Gebäude links stand auch schon vor fünf Jahren.

Nach den tollen Sommerferientage – neben meiner Tour im Ost-/Süddeutschland und Berlin war noch eine viertägige Reise nach Spanien mit meiner Mutter sowie ein Tagestrip mit meinen Freunden nach Hamburg drin – neigte sich die Sommerferien langsam dem Ende zu. Am 9. August kam ich noch einmal kurz zum Fotografieren, als ich terminbedingt nach Düsseldorf fuhr, zurückfuhr – und mit der U76 irgendwann an der Haltestelle Grundend ankam, an dem ich spontan ausstieg. Grund dafür – die besondere Anzeige einer Straßenbahn. Während in Uerdingen nicht 043 Krefeld Fischeln angezeigt wurde, wurde während der Bauarbeiten tatsächlich in Fischeln (zwischen Grundend und Klinikum) immer 041 Uerdingen Bf über Krefeld Hbf angezeigt. Dass dies eine recht seltene Aufnahme sein wird, war mir klar, sodass ich mal einen kleinen Umweg nutzte, um die Fotos zu machen. Erwischt habe ich dabei den FOC 601.

Als die Schule wieder anfing, blieb mir irgendwie nicht mehr all zu viel Zeit – oder Motivation – zum Fotografieren über. Vom September gibt es daher keine sehenswerten Fotos zu zeigen.
Oktober
…bis zu meinem 18. Geburtstag, dem 1. Oktober 2021. Ich war auf dem Weg meiner eigen veranstalteten Geburtstagsparty in Düsseldorf – und siehe da, was für eine Geburtstagsüberraschung, ein GT8SU steht in der Wendeanlage Rheinstraße startklar direkt als nächster abfahrender Kurs der U76 in Richtung Düsseldorf. Bevor ich anstieg, gelang mir noch ein Foto von ihm und einem daneben standenen B-Wagen-Traktion 4102. Ein M8C ist mir nicht noch daneben fahren gekommen, das wärs wirklich gewesen!

Diesen tollen Geburtstagszufall habe ich sogar so sehr gefeiert, das ich zusammen mit meinem „18“-Ballon im GT8SU-Innenraum dutzende Fotos gemacht habe.

An der Haltestelle Grundend bin ich jedoch ausgestiegen und fragte den Fahrer des FOC 602, der gerade dort stand, ob er ein Foto von mir und der Bahn machen könnte – und er hat es gemacht.
Und mit diesem Foto habe ich einen Monat lang auf meiner Website ein großes Dankeschön an die SWK ausgesprochen. Zugleich ist es ein tolles Vergleichsbild. Ich habe nämlich ein Bild zuhause, als meine Mutter mich zum 5. Geburtstag – drei Tage verspätet am 04.10.2008 mit den M8Cs 833 und 840 fotografiert hat, weil ich auch schon damals so ein großer Straßenbahnfan bin. 2018 hat mir eine Freundin von mir das Bild mit 840 sogar auf einer Tasse bedruckt und es mir zu Wichteln geschenkt – ein unvergessliches Geschenk. Und nun das nächste Bild, das das alles beweist – 13 Jahre später bin ich es immer noch – und so habe ich nun ein Bild mit einer Krefelder Straßenbahn von einem der wichtigsten Stichtage des Lebens: dem 18. Geburtstag, dem Beginn der Volljährigkeit. Ausnahmsweise daher ein Bild, auf dem ich selber zu sehen bin:

Mein 18. Geburtstag war übrigens eines meiner schönsten Tage im Leben. Es war eine wirklich sehr schöne Party, die mit 8 bis 10 meiner besten Freunde erst in einem japanischen Restaurant eröffnet wurde und dann in einer japanischen Bar nebenan fortgesetzt wurde – und es hat all meine Vorstellungen weit übertroffen. Erst hatte ich sogar überlegt, eine Straßenbahn anzumieten, doch als ich bei der Rheinbahn anfragte und sie damit beantworteten, dass in einer angemieteten Straßenbahn Maskenpflicht herrscht, habe ich die ganze Sache verworfen. Vielleicht wird das zum 20. oder 25. Geburtstag, irgendwann einmal nachgeholt 😉
Der große Jahresrückblick neigt sich langsam dem Ende zu. Nach meinem Geburtstag war wieder eine längere Zeit nichts, bis ich am 25. Oktober zu Beginn einer Doppelfreistunde per SWK Live erfuhr, dass eine Streckensperrung an der Kaiserstraße vorliegt – und ich mit meinem 90x Zoom Videokamera erkannte, dass da Blinklicht – aber kein Blaulicht war. Spontan ging es mit dem Fahrrad dorthin und tatsächlich war M8C 845 liegengeblieben. Zunächst war sie mit einem Unimog bis zur Grenzstraße gezogen worden – was ich mit meinem Handy dokumentiert hatte. Die große Überraschung folgte aber erst dann, als ich kurz nach Hause fuhr, um meine Kamera zu holen und eine eventuelle weiterführende Abtransport zum Betriebshof zu fotografieren: Der M8C 842 kam zur Hilfe, um den fahrunfähigen 845 zum Betriebshof zu schleppen. Und damit habe ich an diesem ersten Schultag nach den Herbstferien ein solches Foto geschossen, von der ich nicht erwartet hatte, es einmal im Leben machen zu können: Zwei aneinandergekuppelte M8Cs, und dann handelt es sich sogar noch um zwei der neu lackierten.
Direkt bei der Ausfahrt in die Uerdinger Str. aus der Ausweichstrecke Grenzstraße, konnte diese M8C-„Traktion“ fotografiert werden – eine extrem rare Aufnahme.

Am Freitag, den 29. Oktober 2021 machte ich mich wieder mal auf dem Weg in Richtung Obergplatz. Die fünf Monate gedauerten Gleisbauarbeiten, der Einbau der Rasengleise in die St. Töniser Str., wurde am 17.10.2021 vollendet; seit dem 18.10.2021 verkehrt die SL 041 wieder normal, d.h. im 10-Minuten-Takt und durchgehend von St. Tönis bis Fischeln; die 043 hingegen wieder nur bis Hauptbahnhof. Still und heimlich wurde zudem am selbigen Tag, dem 18.10.2021, die während dieser Zeit wohl parallel erbaute neue, barrierefreie Haltestelle Schicks eröffnet. Die Haltestelle hat ihren Standort von der Ost- auf die Westseite der Kreuzung St. Töniser Str./Am Schicksbaum verlegt; die alte Haltestelle wurde in diesem Zuge abgerissen. An diesem sonnigen Freitag im Oktober, dem 29.10., konnte FOC 618 beim Verlassen dieser neu erbauten Haltestelle Schicks fotografiert werden.

November und Dezember
Im November und Dezember war das Wetter wieder um einiges schlechter, sodass es nicht so optimal zum Fotografieren war.
Nur an einigen Ausnahmetagen, wie z.B. dem 9. November 2021, war der Himmel blau – nur um 8 Uhr morgens stand die Sonne noch längst nicht hoch genug, um helle Fotos zu machen.
Dennoch empfinde ich diesen einen Rückschuss von M8C 847 an der Rheinstraße weswegen auch immer als sehr gelungen. Die leichten herbstlichen Blätter an dem Baum, der an der Bushaltestelle angepflanzt ist, und die goldene Sonne macht einen schönen Eindruck – eventuell liegt dieser Eindruck auch darin, dass ich um 8:15 Uhr morgens kaum hier bin, da ich an diesem Tag nur ausnahmsweise mal die ersten beiden Stunden frei hatte.

Zuletzt fotografierte ich in diesem Jahr noch einmal am 20. Dezember 2021, als die Linie 044 aufgrund von Straßenarbeiten wenige Stunden lang über die Philadelphiastraße umgeleitet wurden. Mit Glück erwischte ich auch an diesem Tag noch einmal den M8C 847 auf der Umleitungsstrecke Philadelphiastraße auf Höhe der Kreuzung Alte Linner Straße.

Ich hoffe, dass euch mein durchaus ausführlicher Jahresrückblick 2021 gefallen hat! Es war für mich persönlich tatsächlich ein schönes Jahr mit vielen Unternehmungen zwischen Mai und Oktober – und hatte tatsächlich in allen Lebensbereichen etwas in sich. Es ist ein schönes Gefühl, dies zum Ende eines Jahres behaupten zu können. Ich hoffe, dass 2021 auch bei euch einigermaßen schön war.
Tatsächlich habe ich nun sogar auch schon das Jahresrückblickvideo der Krefelder Straßenbahn auf YouTube veröffentlicht – auch dies ist bei mir tatsächlich bereits seit fünf Jahren (2016) Tradition, diese immer an Silvesterabend hochzuladen – 2021 ist damit auch schon das sechste Jahresrückblickvideo der Krefelder Straßenbahn. Die Videos gehen immer 12 bis 13 Minuten lang, d.h. etwa eine Minute pro Monat.
Wenn ihr mögt, könnt ihr euch das Video auch gerne anschauen! Ein weiteres bezüglich der Aufnahmen der Straßenbahnbetriebe ganz Deutschland, die ich 2021 besucht habe, folgt die nächsten Tage.
https://youtu.be/eHih2Ht1MxY
Ich wünsche euch einen guten Rutsch (falls es überhaupt jemand noch innerhalb der nächsten 37 Minuten liest) und schon einmal ein ganz tolles neues Jahr 2022 mit ganz viel Zufriedenheit und Glück! 🙂
Liebe Grüße
Ryokan
Edit: Fotos von 2050 px auf 1025 px Breite heruntergesetzt, damit es besser lesbar ist!