Die erste schriftliche Abiturprüfung ist geschafft – und so gibt es heute wieder mal einen Beitrag von mir 🙂
Seit Freitag, den 8. April 2022 befindet sich M8C 838 nach mehr als zwei Jahren wieder im Liniendienst. Damit steigt die Anzahl der aktuell im Liniendienst befindlichen M8C’s wieder auf fünf (838, 842, 845, 847, 850), wovon nun drei „aufgefrischt“ sind (838, 842, 845) und zwei noch im Originalzustand der 2000er-Jahre verkehren (847 und 850). Nun steht M8C 844 als vierter Wagen dem Intensiv-HU bevor und ist seit Juni 2021 nach HU-Ablauf abgestellt. Aufgrund von Gleisbauarbeiten in den Osterferien verkehrte M8C 838 aber nach dem letzten Schultag (8.4.2022) erst am Montag, 25.4. wieder im Liniendienst und hat aktuell noch häufiger mit kleineren Störungen zu kämpfen.
Seine erste Testfahrt hatte M8C 838 bereits am 18. Februar, hatte aber einige Schwierigkeiten, in den Liniendienst zu gelangen. Bei einen seiner Testfahrten, konnte ich ihn am 9. März 2020 bereits an der Lange Straße einmal ablichten:

Zuvor war 838 ein letztes Mal am 17. März 2020 im Liniendienst, ehe er wie die M8C 845 und 842 eine „Auffrischung“ bekam.
Genaueres zum Vorgang der „Auffrischung“ der M8C lässt sich in meinem Beitrag vom 17. März 2020 durchlesen; an dem Tag führte M8C 845 als erster Wagen in der nagelneuen Frische seine Testfahrt. Ironischerweise kam 845 damals nach fast drei Jahren Standzeit, exakt 36 Minuten nachdem M8C 838 seinen letzten Linieneinsatz beendet hatte, erstmals aus dem Betriebshof. Zugleich war es der Tag, an dem die allerersten Corona-Maßnahmen angekündigt wurde – mal abgesehen von der Schulschließung vier Tage zuvor. Ironischerweise endeten die Corona-Maßnahmen dann am 2. April 2022, ehe M8C 838 am 8. April in den Liniendienst kam. Sprich: Seine Auszeit entsprach so gut wie genau der Dauer der Corona-Maßnahmen.
Tatsächlich verkehrte M8C 838 dann an diesem Tag noch eine Runde als Fahrschule am Mittag, den ich noch zufällig erwischte – doch danach hieß es für ihn HU-bedingt Schluss. Am 1. April 2020 kursierten durch seine Abstellung Gerüchte darüber, dass er als erster Wagen zu einem M8C-NF umgebaut werden sollte – soweit kam es für ihn dann aber nun doch nicht.
Hier noch einmal ein Bild von seiner letzten Fahrschulfahrt am Mittag des 17.03.2020, gerade am Hauptbahnhof abbiegend in die Kölner Straße – hier sieht man auch nochmal den Unterschied des Lacks des Fahrzeugs – die „alte“ Version rot-weiß gefällt mir auf jeden Fall lieber als die neue:

Tatsächlich ist M8C 838 nun mittlerweile einzige Wagen, der nun aus der ersten Serie M8C (831-840) aus dem Baujahr 1980 erhalten blieb. Dies ist bereits seit der Verschrottung des M8C 839 am 16. Juli 2020 der Fall. Die anderen fünf M8C’s stammen aus der zweiten Serie M8C (841-850), die im Jahre 1981 ausgeliefert wurden.
Da sich die Baujahre nur um einen Jahr unterscheiden, gibt es von der Technik her keine Unterschiede, auch vom äußerlichen Aussehen wurden sie ursprünglich alle gleich aussehend ausgeliefert – in gelb-schwarzem Lack, falls sich jemand noch daran erinnert. Zwischen den Wagen der beiden Baujahren gab es jedoch bisher einen markanten Unterschied im Innenraum: Während die Übergänge zwischen den Wagenteilen im Innenraum der Wagen ersterer Serie rund waren und die „Holzoptik“ dort sichtbar war, wie man es z. B. auch in den Dortmunder N8C oder Bochumer M6S kannte (auch wenn diese nicht in Holzoptik, sondern weiß waren), waren diese in den Wagen der zweiten Serie „verhüllt“, wie man es z. B. heute in den Essener M8C auch hat. Die Übergänge sahen so aus (Beispiel an einem Bild von M8C 839 vom 13.03.2020, der 838 sah aber diesbezogen gleichermaßen aus):

Doch mit der „kleinen Modernisierung“ des M8C 838 erhielt nun auch er die „kantigen“ Übergänge. Somit sieht er nun tatsächlich im Innenraum, obwohl er aus der ersten und nicht aus der zweiten Serie stammt, exakt gleich aus wie den übrigen Wagen der zweiten Serie.
Kommen wir damit zu den neuen Bildern: Den ersten Einsatz am 8. April habe ich verpasst, aber am gestrigen Donnerstag, den 28. April 2022, konnte ich erstmals Fotos von ihm im Liniendienst machen – sowohl von außen als auch von innen. Tatsächlich fuhr er gestern auf einen Tageskurs der Linie 042 (wobei er nachmittags defektbedingt wieder ausgetauscht werden musste). So sieht er nun von innen aus:

Schick sieht er so tatsächlich aus und macht natürlich – an seinem vielleicht vierten Einsatztag fotografiert – auch einen frischen Eindruck. Es sieht aber auf jeden Fall nicht mehr so nostalgisch aus, wie er es vor der großen HU aussah – sondern sieht eben aus wie 842 und 845. Wobei diese mittlerweile nicht mehr einen all zu frischen Eindruck machen, wie der 838 gerade erst frisch im Einsatz.

Am Fahrerplatz hat sich – wie bei 842 und 845 auch – soweit nichts verändert.


Dass dieser Übergangsteil natürlich besonders frisch ist und nichts im Vergleich zu denen von 847 und 850 ist, ist natürlich deutlich anzumerken.
Ich frage mich aber – wahrscheinlich ist der „runde Übergang“ nur hinter dieser „Kapsel“ versteckt oder? Will man also einen M8C historisch erhalten, könnte man diese „Kappe“ einfach abmachen und man würde wieder den runden Übergang sehen?

Und so noch einmal ein Weitwinkelfoto.

Von außen sieht er – so wie 842 und 845 aus. Ebenso am Donnerstag, 28.04.2022 konnte dieser einmal vor der Mitfahrt beim Einfahren in die Haltestelle Grotenburg/Zoo fotografiert werden:

Am Bockumer Friedhof begegnete er auf seiner Rückfahrt nach Stahldorf FOC 661 in die Gegenrichtung:

Und noch ein schönes Bild voll von der Sonne angestrahlt, kurz nach dem Verlassen der Haltestelle Bockum Friedhof. Am roten Punkt am Fenster rechts des Fahrerplatzes, erkennt man übrigens dass er auch bereits die neue SiFa (Sicherheitsfahrschaltung) bekommen hat, welchen M8C 845 als erster Wagen erhielt und mit dem seit dem 6.5.2021 im Einsatz ist. Wie man auf dem vorherigen Bild sieht, hat auch FOC 661 diesen bekommen – und sämtliche andere FOC’s und M8C’s. Von den M8C soll M8C 847 der einzige Wagen sein, der den noch nicht bekommen hat.

BONUS: Ein paar weitere frühlingshafte Bilder entstanden am gestrigen Donnerstag kurz vorher.
Gleichermaßen am Bockumer Friedhof, entstand 15 Minuten vorher auch ein schönes Foto von FOC 606, der genau einen Kurs vor ihm fuhr.
Er übrigens, fährt aktuell auf einer Seite mit einem neuen Fahrersitz, der nach Abschluss seiner HU seit dem 22.2.22 von allen Fahrern ausgetestet wird. Sollte sich dieser etablieren, soll sie wohl auch in anderen Fahrzeugen eingebaut werden.

Zwischen Bockumer Platz und Sollbrüggenstraße konnte außerdem zudem FOC 614 eingefangen werden, der seit einigen Monaten schon seine Werbung für die YAYLA-Fleischprodukte verloren hatte – so lange habe ich schon keine alltäglichen FOC’s fotografiert. Die hohen Tankpreise mussten auch mit aufs Bild, wobei diese ja in den letzten Wochen doch ein wenig nachgelassen haben als zu Spitzenzeiten – tatsächlich habe ich irgendwann mal Werte um 220 gesehen gehabt.

Und auch an der Haltestelle Sollbrüggenstraße konnte FOC 662, welcher auch kürzlich seine seit 2016 getragene Werbung für die SWK App verloren hat, vor frühlingshaftem Hellgrün fotografiert werden. Im Gegenzug hat übrigens FOC 667 die neue Werbung für die neue SWK App bekommen.

Ich hoffe, dieser kleine Bilderbogen hat euch gefallen!
Ich verschwinde mich jetzt wieder mal schnell in die weiteren Abiturvorbereitungen, aber nach der ersten geschafften Klausur konnte ich mir so einen Beitrag heute auf jeden Fall leisten – und freue mich schon auf die Zeit danach – in der ich (hoffentlich) wieder aktiv sein kann!
Ich muss zugeben, wie fragwürdig der Sinn bzw. die nachhaltigen Wirkungen des 9-Euro-Tickets sind (ich befürchte nämlich, dass dieser irgendwo zwischen 0 und 10% liegt), kommt mir das 9-Euro-Ticket ab dem 1. Juni doch zeitlich ziemlich perfekt zugute, habe ich doch meine letzte mündliche Prüfung Ende Mai. :))
Grüße
Ryokan