Am 20.7. um 13:10 Uhr war ich endlich – nach Aufenthalten in Rostock, Würzburg und Sinsheim – in der letzten Stadt Heidelberg angekommen. Tatsächlich ist es doch erstaunenswert, wenn man bedenkt, dass man gerade erst vor exakt 24 Stunden in Rostock angekommen war – wieviel man doch in dieser Zeit rumgekommen ist.
Rund vier Stunden hatte ich, bis zu meiner Abreise nach Krefeld zurück, um noch am selben Tag zu Hause anzukommen.
Im Voraus hatte ich mir bereits die Strecke der Linie 26 nach Kirchheim ausgesucht, die ich mal besichtigen wollte – den Rest habe ich mir eher offen gehalten.
Auf der „falschen“ Bahnhofsseite herausgekommen, musste ich mich aber erst einmal rumorientieren und schauen, wo die 26 denn überhaupt fährt. Währenddessen entstand schon einmal ein erstes Foto vom RNV 4137, der auf der Linie 5 verkehrte.

Nach etwas Zeit lief ich noch einmal durchs Bahnhofsgebäude und fand auf der anderen Seite dann endlich den Bahnsteig für die Linien 22 und 26. Als Erster vor die Linse gefahren kam mir aber ein Arbeitswagen, den ich gerade so knapp noch von hinten erwischt habe.

Wie geplant, fuhr ich dann mit der Linie 26 nach Kirchheim – gerade die eingleisigen Stellen schienen recht schön zu sein, so meine Vermutung zuvor. An der Haltestelle Albert-Fritz-Str. stieg ich aus, und fotografierte erst einmal einen entgegenkommenden M8C-NF 3251.

In die Gegenrichtung erwartete ich einen nächsten Wagen – der zu meiner Freude auch mit einem M8C-NF bestückt war – diesmal war es nun der 3253.

Es ging in das Eingemachte, in die schmalen Gassen zwischen Albert-Fritz-Str. und Odenwaldstr. Als Nächstes kam aber nur eine Variobahn:

Eine noch viel schönere Fotostelle fand ich jedoch weiter westwärts, zwischen Odenwaldstr. und Kirchheim Rathaus…
Der dritte Fahrzeugtyp, MGT6D, der aus einer Zusammensetzung aus einer Front der M-Wagen und den Fahrzeugkasten eines typischen MGT6D wie in Bochum oder Rostock besteht, konnte mit Wagen 3265 hier aufgenommen werden.

Kurz vor dem Erreichen der Haltestelle Kirchheim Rathaus dann der Wagen 4123.
Nur an den Haltestellen Odenwaldstr. und Kirchheim Rathaus wird es hier zweigleisig, ansonsten ist die gesamte Strecke zwischen Albert-Fritz-Str. und Kirchheim Rathaus grundsätzlich eingleisig.

Abwechselnd in einem etwaigen 1:1 Verhältnis kam eine Variobahn und ein MGT6D/M8C-NF; so war der nächste Kurs wieder mit einem MGT6D bestückt, nun war es der 3267 hier kurz nach dem Verlassen der Haltestelle Odenwaldstraße.

Ein weiteres Mal, und schöner, wurde er dann kurz nach dem Verlassen der Haltestelle Kirchheim Rathaus fotografiert. Gesprintet bin ich ganz schön, nachdem mir das letzte Bild nur so lala gefiel – aber es hat sich gelohnt 😉

Eine weitere Aufnahme versuchte ich dann auf dem Abschnitt zwischen Kirchheim Rathaus und der Endhaltestelle Kirchheim Friedhof, welcher mit Vario 4153 umgesetzt wurde.

Anschließend ging es in die Stadt zurück. Während ich am 10. Juni 2020 die Strecke zwischen Hbf und Bismarckplatz über die Kurfürsten-Anlage ablief, wo die Linien 22, 23 und 24 verkehren, war nun die parallel dazu verlaufende Bergheimer Str. dran, auf der die Linie 26 im 10′ Takt verkehrt. Wo ich gemerkt habe, dass doch etwa 50% aller Kurse mit Düwag (M8C-NF oder MGT6D) bestückt ist, dachte ich mir, dass sich das sicherlich lohnen wird.
An der Volkshochschule ausgestiegen, kam mir gleich der MGT6D 3268 entgegen – die Sonne konnte sich nur nicht entscheiden, ob er raus will oder sich verstecken will:

Statt einem Vario folgte ihm direkt mal ein weiterer M8C-NF, 3258 – aufgenommen etwa vor der nächsten Haltestelle Altes Hallenbad.

Am Bismarckplatz begegnete ich sogar gleich zwei M8C-NF, die knapp auf einem Bild passten, und beide auf der Linie 26 unterwegs waren – der eine in Richtung Kirchheim (3256), der andere in Richtung Handschuhheim. Dazwischen pausiert Vario 3278, der gleich die Fahrt als Linie 22 nach Eppingen startet.

3256 wurde auch „so“ aufgenommen:

Wohl eine der „klasisschsten“ Motive Heidelbergs, die aber oft nur mit viel Glück gemacht werden kann, wenn nicht gerade ein Auto vor die Bahn fährt, konnte recht einfach mit dem zu Beginn bereits gesichteten Vario 4137 auf der Linie 5 durchgeführt werden – auf der Theodor-Heuss-Brücke, welche die nördlichen und südlichen Stadtteile Heidelbergs miteinander über den Neckar verbindet.

Etwas weiter hinten wude der nächste 5er mit Vario 4157 aufgenommen:

Gewartet habe ich aber auf einen M8C-NF, der in Form von 3251 dann auch glücklicherweise kam:

Auch vor dem Bismarckplatz konnten Aufnahmen gemacht werden, so wurde hier mal Vario 5761 im Einsatz auf dem nächsten Kurs der Linie 5 aufgenommen.

Nun gings wieder zurück zur Strecke der Linie 26; mit M8C-NF 3253. Eigentlich wollte ich zur Linie 22 nach Eppelheim noch; aber da ich auf der 22 kaum Düwags sah, entschied ich mich zumindest für diesen Tag dagegen.

Kurz hinter der Haltestelle Bergheim Campus, folgte die Aufnahme vom Düwag MGT6D 3265.

Und da war ich wieder zurück an der Haltestelle Volkshochschule, wo der M8C-NF 3258 in schöner Kulisse aufgenommen wurde.

Vom nächsten M8C-NF Kurs, dem 3257, schaffte ich leider nur noch einen Notschuss an der Haltestelle Gadamerplatz, nachdem ich zu lange an der Czernybrücke auf einen Kurs gewartet hatte, der nicht kam.

Spontan musste ich einen Zug früher nehmen, nachdem ich sah, dass der letzte RE7 nach Krefeld um 22:48 Uhr ab Köln ausfällt. So musste ich schon um 17.13, statt um 17.43 h fahren und musste dementsprechend die Fotografie an den letzten Haltestellen Gadamerplatz und Hauptbahnhof Süd abbrechen, was mir eigentlich noch gefehlt hatte. Die Uhr schlug schon 17:07 Uhr, als diese Aufnahme vom 3267 entstand, mit welchem ich direkt zum Hauptbahnhof fuhr und am Gleis 3 gerade noch die zwei Minuten verspätete S3 nach Mannheim glücklicherweise noch bekam.

Die Tour war somit am Ende doch recht abrupt beendet – trotzdem war es eine tolle Tour.
Die Rückreise erfolgte mit der S3 nach Mannheim – dann mit der RE14 nach Mainz – dem RE2 nach Koblenz – dem RE5 bis Duisburg und dann mit der RE42 bis nach Krefeld-Uerdingen. Bedeutete also viel Umsteigen, aber abgesehen von NRW hat doch alles gut geklappt. Sowohl S3, als auch RE14 und RE2 waren alle pünktlich abgefahren und pünktlich angekommen (+/- 3 Minuten), nur der RE5 hatte Verspätung, sodass die Route über Duisburg sein musste – eigentlich war RE5 bis Köln und dann RE7 nach Krefeld vorgesehen.
Scheinbar sind aber viele auf die selbe Idee gekommen – zumindest bis etwa Mainz. Fast 90% aller Fahrgäste der RE2 aus Mainz schienen in Koblenz zur RE5 umgestiegen sein – und so war der RE2 rappelvoll, der Koblenzer Hauptbahnhof bis zur Ankunft des RE5 rappelvoll und der RE5 bis Köln ebenfalls rappelvoll. Für einen Donnerstag war es schon viel Verkehr.