Die meisten Fotos hatte ich euch schonmal gezeigt. Doch alles ist nun länger her, sodass es hier nochmal eine Zusammenfassung gibt.
Bevor ich euch meine aktuellen Fotos in Form von der Fotoserie dieser Hauptsaison „2019“ (25.02.2019 – 26.10.2019) zeige, gibt es noch eine zweite Einführung.
Die erste Einführung (FS19-EINF) zeigte meine 40 besten Fotos der vergangenen Jahre 2015-2018 aus Krefeld: https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,8853639
Nun geht es heute um die Städte (Betriebe) Mülheim (Ruhrbahn Mülheim) und Oberhausen (STOAG).
Mülheim war eine Stadt, in der insgesamt eine große Typenvielfalt von den M-Wagen eingesetzt wurden. Unter anderem durch zahlreichen Umbauten und einige Gebrauchtkäufe ergab sich mit der Zeit diese große Typenvielfalt.
Von der damaligen MVG (Mülheimer Verkehrsgesellschaft) wurden zunächst im Jahre 1976 6 M8S beschafft, die die Wagennummern 271-276 erhielten.
Zwischen 1998 und 2001 wurden sie anschließend zu M8C umgebaut(d.h. sie erhielten eine Chopper- statt Schützensteuerung) und waren noch bis 2015 im Linieneinsatz. Während 272, 273 und 275 bereits im selben Jahr verschrottet wurden, gingen die Fahrzeuge 271, 274 und 276 ein Jahr später(2016) nach Elblag.
Ein Jahr später(1977) wurden weitere 5 M6S beschafft, die die Wagennummern 277-281 erhielten.
Sie wurden alle zwischen 1998 und 2002 zu M6C-NF umgebaut, d.h. sie erhielten eine Chopper- statt Schützensteuerung und dazu noch einen Niederflur-Mittelteil.
Dadurch werden diese Fahrzeuge auch als „Hängebauchschweine“ bezeichnet. 280 musste im Jahre 2011 nach einem Unfall verschrottet werden, während die anderen vier auch heute noch bei der Ruhrbahn existieren – mit einem Alter von 41 Jahren. Dadurch habe ich auch von allen der aktuell existierenden vier Fahrzeugen Fotos. Aber leider sind nicht mehr alle im Liniendienst anzutreffen. Während 277 und 278 noch im Liniendienst sind, wurden 279 und 281 nun vor einigen Monaten abgestellt.
1) M6C-NF 277 habe ich bereits am 23.12.2016 fotografieren können, als ich damals mit einem Freund zusammen in Mülheim war.
Dabei entstand das Foto an der (H) Mülheim-West.

2) An der selben Haltestelle entstand kurz darauf das Foto von M6C-NF 278 in die Gegenrichtung.
278 hat einen „schwarzen Streifen“ oben, während 277 dort komplett weiß lackiert ist.
Mir gefällt es mit dem schwarzen Streifen besser.

3) M6C-NF 279 fuhr eine lange Zeit mit seiner Vollwerbung für ADAC und trägt sie aktuell immer noch. Leider ist er eben nur nicht mehr zu fotografieren, da er abgestellt ist.
Am 04.09.2017 allerdings fuhr er noch ganz normal im Liniendienst – an diesem Tag auf der Linie 112.

4) Von M6C-NF 281 habe ich leider kein gelungenes Foto, jedoch fände ich es schade, wenn dieser als Einziger dieser Serie nicht hier mit im Bericht wäre.
So zeige ich euch von ihm ein Foto vom 06.04.2018, welches am Oberhausener Hauptbahnhof entstand.

Ein Jahr nachdem die ursprünglichen fünf M6S Fahrzeuge geliefert wurden, also 1978, erhielt die MVG einen M6D-Prototypen, welcher die Wagennummer 282 erhielt und außerdem als „Blauer Klaus“ bezeichnet wurde. M6D ist ein Fahrzeug mit Drehstromsteuerung. Nachdem sich dieser Typ ebenfalls als geeignet bewiesen hat, wurden insgesamt 12 weitere M6D zur MVG geliefert, die die Wagennummern 283 bis 294 erhielten.
Jedoch wurden die 12 Fahrzeuge in drei Serien mit jeweils vier Fahrzeugen aufgeteilt gebaut und geliefert. Die Fahrzeuge 283-286 wurden 1984 gebaut und geliefert, 287-290 dagegen erst im Jahre 1987 und die letzten vier (291-294) sogar erst im Jahre 1992. Zusammen mit dem Prototypen 282 besaß die MVG nun also 13 M6D- Fahrzeuge.
Beim Prototypen 282 wurde anschließend im Jahr 1997 so wie bei den M6S bzw. M6C-Fahrzeugen 277-281 ein Niederflur-Mittelteil eingebaut und wurde zu einem M6D-NF erweitert. Letztendlich scheiterte jedoch dieser Umbau, da dieses Fahrzeug nach dem Umbau angeblich durch zu großen Störungen und Schäden nicht mehr einsatzbereit war, und nachdem dieses Fahrzeug von 1998 bis 2009 abgestellt war, wurde er 2009 verschrottet und sein B-Kopfteil als Denkmal an die „Alte Dreherei“ verkauft(laut tram-info.de).
Das Fahrzeug 285 wurde dem 282 folgend ein Jahr später, im Jahre 1998 auch einen Niederflur-Mittelteil eingebaut und zu einem M6D-NF umgebaut. Auch dieser Umbau scheiterte zunächst, sodass dieser (laut tram-info.de) von 1998 bis 2003 abgestellt war. Anscheinend hat man dann seinen Umbau doch zuende geführt, dass dieser wieder eingesetzt werden konnte und dieser Wagen dem normalen Fahrgast augenscheinlich den Wagen 277-281 gleich war.
Aktuell ist er jedoch wieder abgestellt, da genügend Niederflurfahrzeuge vorhanden sind. Dennoch ist er aktuell der letzte M6D, der überhaupt noch in Mülheim existiert.
Denn die anderen Fahrzeuge dieser Serie(283, 284, 286-294) wurden nach und nach ebenfalls durch neue Niederflurbahnen des Typs NF2 abgelöst und wurden ausgemustert. 284 wurde bereits im Jahre 2009 vorzeitig zum Ersatzteilspender und wurde anschließend verschrottet. Den Fahrzeugen 286 und 287 erging der selbe Schicksal sechs Jahre später, im Jahre 2015. Dagegen fahren die Fahrzeuge 283 und 288-294 aktuell nun alle in der rumänischen Stadt Iasi. Sie verließen Mülheim alle erst im letzten Jahr, wobei eigentlich zuerst nur die Fahrzeuge 283, 289, 290 und 293 verkauft wurden, die schon seit ca. 2016/2017 abgestellt waren und am 25.01.2018 abgeholt wurden. Die restlichen Fahrzeuge 288, 291, 292 und 294 sollten bis zum Sommer 2017 im Liniendienst sein und dafür wurde eine Abschieds-Sonderfahrt am 08.07.2017 unter anderem mit dem TW 288 durchgeführt(bei dem ich selbst leider nicht teilnehmen konnte).
5) Doch auch nach der Abschiedsfahrt waren die letzten vier M6D dann doch noch einige Monate im Einsatz, bis am 31.10.2017 eine Abschiedsfahrt erneut mit TW 288 durchgeführt wurde(und ich erneut wieder keinen treffen konnte) und die vier Fahrzeuge noch am selben Tag verkauft wurden. Dadurch konnte ich am 04.09.2017 – als ich dachte, dass keine M6D mehr fahren – als einziges ein Foto von dem M6D 292 machen, der gerade als Linie 112 die Strecke zwischen der Thyssenbrücke und dem S-Bahnhof Mülheim-West befährt.

Dieser ging dann am 16.10.2018 als Erster der vier verbliebenen M6D nach Iasi. Am 22.10.2018 folgte der TW 288, anschließend noch 291 am 05.11.2018 und zuletzt verließ 294 als letzter nicht-umgebauter M6D am 27.11.2018 die Ruhrbahn.
MVG kaufte außerdem noch insgesamt sieben M-Wagen gebraucht. Im Jahre 2002 wurden die M8C 1010 und 1014 und 2004 der M8C 1011 der EVAG (Essener Verkehrs-Aktiengesellschaft) an die MVG verkauft, die dort zu 268, 269 und 270 umbenannt wurden. Alle drei hatten anschließend eine andere Zukunft. 269(ex 1014) diente nur als Ersatzteilspender und wurde bereits 2009 schon an „Cegelec“ verkauft. 270(ex 1011) war 2005-2009 abgestellt, war aber danach wieder im Linieneinsatz und wurde erst 2016 an einen Privatmann verkauft, wobei dieser wohl auch schon seit etwa 2015 abgestellt gewesen sein müsste. 268 (ex 1010) ging dagegen schon im Jahre 2011 den
Weg des alten Eisens.
2011 wurden noch vier M6S der BOGESTRA gebraucht gekauft, die Wagen 305-307 und 315, die bei der MVG die Nummern 296-299 erhielten. Auch diese sind genauso wie die drei M8C ex Essen Baujahr 1976. Diese wurden jedoch alle verschrottet. Während 296 und 299 bereits 2013 verschrottet wurden, musste 297 erst 2015 darunter leiden und 298 als Letzterer im Jahre 2016, wobei dieser auch schon seit 2015 abgestellt war.
Man sieht, es gab viele Abstellungen im Jahr 2015, u.a. durch die Einstellung der kompletten Linie 110.
Nur drei Jahre nachdem die letzten vier M6D zur MVG gelangen, gelangten erstmals vier (70%-)Niederflurbahnen des Typs MGT6D zur MVG, die die Nummern 201-204 erhielten. Ein Jahr später erhielt der Nachbarbetrieb STOAG sechs weitere dieses Typs, nachdem die Linien 112 und (die damals existiertende Linie 116) bis Oberhausen verlängert wurde. Diese Fahrzeuge erhielten zwar einen anderen Lack, jedoch die Wagennummern 205-210 und dadurch den MGT6D Fahrzeuge der MVG anreihend.
6) Von den zehn Fahrzeuge dieses Typs werden aktuell acht auf der Linie 112 eingesetzt, 204 wurde bereits vor vielen Jahren Ersatzteilspender und 203 ist aktuell abgestellt nach einem Unfall, der aber wahrscheinlich wieder repariert wird. Diesen konnte ich am 23.12.2016 an der (H) Stadtmitte fotografieren.

7) Selbiger wurde auch nochmal acht Monate später, am 22.08.2017, ebenfalls in der Nähe fotografiert.

8) Sein Bruder 202 trägt eine rote Vollwerbung für immeo. Diesen konnte ich am 04.09.2017 zwischen der (H) MH-West und der Thyssenbrücke ablichten.

9) Noch ein Foto von einem Oberhausener MGT6D – 206, den ich am 06.04.2018 am Oberhausener Hauptbahnhof fotografieren konnte.

10) Ablöser für die meisten M-Wagen waren 15 neue Niederflurbahnen des Typs Flexity des Herstellers Bombardier. Sie tragen die Bezeichnung „NF2“ und die ersten fünf Fahrzeuge 8001-8005 sind eigentlich die Optionsfahrzeuge der Bestellung der EVAG gewesen, die dieselben Fahrzeuge bestellte.
Mülheim bestellte zur selben Zeit zehn weitere dieses Typs, die dann auch direkt nach den fünf Optionsfahrzeuge der EVAG an die MVG geliefert wurden und die Nummern 8006-8015 erhielten. So ließ sich der „Bestellungswechsel“ auch garnicht bemerkbar machen.
Als ich am 25.10.2015 erstmals eine Straßenbahn-Tour durchs Ruhrgebiet und somit auch durch Mülheim durchführte, hatte ich das Vergnügen, auf der Linie 104 mit dem ersten Flexity der Mülheimer Bestellung, dem 8006 fahren zu dürfen. Damals war allerdings dieser Wagen der neueste Wagen, der sich bei der MVG befand – 8007 war noch nicht geliefert worden.

11) Noch vor der Fusion von EVAG und MVG wurden zwischenzeitlich die NF2 unter den beiden Betrieben ausgetauscht. So fuhren manchmal EVAG-NF2 in Mülheim und manchmal auch MVG-NF2 in Essen. Letzteres war am 22.05.2017 der Fall, als ich in Essen auf einmal die Mülheimer Fahrzeuge 8003 getroffen habe – an der (H) Helenenstraße.

12) Drei Monate später, am 22.08.2017 befand sich der Wagen 8006 in Essen im Einsatz, die Wagen 8003 und 8006 waren schon für einigen Monaten bei der EVAG beheimatet.
Diesen habe ich an diesem Tag an der (H) ThyssenKrupp getroffen. Seit der Fusion(01.09.2017) passieren solche Wechslungen der Fahrzeuge auch immer spontaner.

13) 8002 war dagegen aber an diesem Tag noch so wie im Normalfall in Mülheim im Einsatz: Auf der Linie 104.
Diese Linie jedoch endete an diesem Tag aufgrund von Bauarbeiten bereits an der (H) Stadtmitte und fuhr nicht mehr bis zum Hauptfriedhof.

14) An der selben Stelle wurde auch 15 Minuten später NF2 8014 fotografiert.

15) Dreizehn Tage später, am 04.09.2017, habe ich denselben Fahrzeug wieder auf der 104 getroffen. An diesem Tag stieg ich entlang der Linie 104 immer wieder aus, so auch an der (H) Kirchberg, mit der Hoffnung, einen Essener M8C auf dieser Linie treffen zu können, nachdem ich solche Bilder mal bei DSO gesehen habe. Nach dieser Tour jedoch habe ich gesehen, dass dies Fotos von Anfang 2016 waren…

16) Vor der (H) Aktienstraße fuhr mir auch NF2 8004 vor die Linse. Die Steigung der Straße ist gut zu sehen.

Ich hoffe, der Bericht war trotz der nicht ganz abwechslungsreichen Fotomotive interessant und informativ.
Bin ich aber das nächste Mal im Gebiet Mülheim/Oberhausen, werde ich mir auf jeden Fall neue Fotomotive heraussuchen.
Mülheim und Oberhausen waren für mich immer Städte, die ich immer „nebenbei“ angehängt habe(nach Essen oder Bochum) und eben nicht wirklich intensiv für eine Tour durchgeforscht habe. Nächstes Mal wird es anders sein 😉
Bis zum nächsten Fotobericht!
StraßenbahnFanBobo2003 (Ryokan)