[K] Heute im Straßenbahnmuseum Thielenbruch(m 30B)

Hallo,
heute war ich mit meinem Integrationshelferin bzw Schullehrerin und ihr Tocher, gleichzeitig meine Deutschnachhilfelehrerin im Straßenbahnmuseum Thielenbruch in Köln.
Eigentlich wollten wir schon im Oktober hin, da dieser aber nur jeden zweiten Sonntag im Monat und dazu noch nicht in den Monaten Januar und Februar geöffnet war, sind wir erst heute dort hingegangen.

Es standen viele interessante Fahrzeuge und einiges konnte man sogar selber testen. Der Besuch war interessant und hat sich gelohnt!
Auf Gleis 1 stand der ex KVB Tw 3209.

IMG_5282 by Ryokan Yamakata, auf Flickr

In diesen konnte man hinein. Außer dem Tisch sah es noch relativ „düwaglich“ aus.

IMG_5144 by Ryokan Yamakata, auf Flickr

Auch den Fahrerraum durfte ich betreten.

IMG_5168 by Ryokan Yamakata, auf Flickr

Der Wagen ist genau 3.860.938 km gefahren. Das ist schon sehr viel. Aber er war nur 38 Jahre im Dienst(1968-2006). Heißt also, dass er durchschnittlich um die 100.000 km pro Jahr gefahren ist.

Neben ihm stand der Sechsachser 3501.

Auch in diesen konnte man hinein. Im hinteren Wagenteil war eine Modellstraßenbahn bzw. Modellverkehr eingerichtet:

Den 3501 vom Heck aus gesehen.

Es standen noch viele weitere Fahrzeuge. Schön fand ich den Wagen 3765 mit seiner rot-weißen Lackierung.

Dann sehen wir noch den Tw 1321… leider ist der von Westwaggon und nicht von Duewag.
Am meisten mag ich doch die Duewag Fahrzeuge, speziell GT6, GT8 und M/N-Wagen. 
Aber auch andere Fahrzeuge aus den Ende 60er, 70er und 80er Jahren sind für mich interessant.
Danach folgen die Niederflurbahnen.
So sind die Fahrzeuge vor dem Jahr 1960 bzw 1956(erster GT6) für mich relativ uninteressant.
Der Tw 1321 stammt genau vom Jahr 1956.

Ein T4, Tw 1155:

Mit den Nummern gings runter, ich fotografierte den nochmal 1 Jahr älteren Wagen 1019:

Auch der „Finchen“ war natürlich hier im Straßenbahnmuseum, dieser ist mittlerweile 107 Jahre alt.
Ein Mann hatte uns erklärt, dass er in ein Gebüsch gefahren ist, als alle anderen dieses Typs verschrottet wurden. 
Im Gebüsch hat er es dann überlebt.
Der Name „Finchen“ kommt von Josefine, die Bauerin von dem Milchwagen, der in der Mitte eingesetzt war. Heute steht der aber nicht mehr in der Mitte gekoppelt, sondern auf der anderen Seite ganz vorne.

Auch der Arbeitswagen 6108 stand im Museum.

Anschließend gibts ein Foto vom 1159:

Und dem Kriegsstraßenbahnwagen 1732:

Eine Heckansicht vom 3413:

Der T2 vom Jahr 1950, mittlerweile schon 68 Jahre alt: 

Der Triebwagen 3413 war dann für mich schon wieder interessanter:

Triebwagen 1824

Ich fand es schon sehr toll, dass die alle nebeneinander stehen. Wie im Betriebshof – ja, früher war das hier echt ein Betriebshof.

Den „Finchen“ konnte ich nochmal fotografieren:

Die älteste Bahn, die da stand, war Triebwagen 407. Diese ist die „Erste Elektrische“ vom Jahr 1902 und somit 116 Jahre alt!

Davor fuhren die Pferde mit den Wagen. Der Wagen 211 ist aber ein Eigenbau von 1950.

Dann habe ich noch zum Schluss ein Fahrplan von Viersen 1988/1989 gefunden. Einige sagen jetzt, gar nicht so lange her.
Doch! Für mich schon: Mittlerweile 30 Jahre her, 15 Jahre vor meiner Geburt.
Im Kreis Viersen war dann Krefeld drin, darunter nur die Straßenbahnlinie 041, da sie bis St.Tönis fuhr. Ich als Krefelder fand es sehr interessant. Schon damals fuhr die werktags im 10-Minuten-Takt, aber Samstags noch im 20-Minuten-Takt. Übrigens: Die Endhaltestelle in Fischeln war damals noch nicht bis „Grundend“ verlängert, die Linie 041 endete in Fischeln Friedhof.

Die Haltestelle der aktuellen Straßenbahnlinie 18 ist sehr gut gemacht. Gleis 1 und 2 wird heute benutzt, aber es gibt auch die alten Gleise 3 und 4.
Da wo heute die Gleise 1 bis 4 sind, war früher die Werkstatt. Und da wo heute der Museum ist, war früher das Betriebshof.
Auf Gleis 1 stand der Triebwagen 2328, der heute im Liniendienst auf der 18 war. 

Auch der Ausgang war sehr interessant. Man geht durch eine Straßenbahn raus: Ein Heck eines Straßenbahnwagens ist der Ausgangsweg.

Die seitliche Ansicht:

Und die Heckansicht von dem Ausgangs-Wagenteil. Auflösung: Heckteil des verunfallten Wagens 3832 des Typs A5 vom Jahr 1963. Gebaut wurde er zum Glück von der Duewag 😉

Ich hoffe, das Bilderbogen hat euch gefallen! Für mich war es ein schöner Tag.
Ab morgen wird es wieder sehr blöd für mich: Schule. 1: Langweilig, 2: es läuft zur Zeit nicht so gut mit Freunden, und 3: weniger Zeit zum tram-spotten.
Und Letzteres heißt dann auch für euch was Negatives: Weniger Fotos von mir.

StraßenbahnFanBobo2003